Bei Doris Gercke Grande Dame des politischen Kriminalromans waren Fiktion und Realität eng
miteinander verschlungen. Die Arbeit an Texten hat sie so sehr geliebt wie das Lesen und hätte
gern noch mehr geschrieben wir gern mehr verlegt doch zuletzt fehlte ihr die Zeit. Ihre
verbliebenen paar Texte gab sie uns kurz vor dem Tod: ein Hefter teils handschriftlich
betitelt mit den Worten Von den Bewohnern der Städte. Es sind kurze Szenen einige
Prosagedichte auch drei Geschichten dabei. Ihr finsterer Realismus nüchtern und unbotmäßig
nie humor- oder zahnlos schimmert in allen Formen durch der vertraute entschiedene Ton hallt
nach.