Diese umfassendste deutschsprachige Ausgabe des lyrischen Werks Aimé Césaires ist ein Zeugnis
seines lebenslangen Kampfes gegen Kolonialismus und Rassismus und verdankt seinen
unvergleichlichen Bilder- und Sprachreichtum der kulturellen Rückbesinnung auf die schwarze'
Identität. Die von Klaus Laabs neu übersetzten Gedichte aus sieben Jahrzehnten beginnend mit
seinem berühmten 1939 erschienenen Langgedicht Notizen von einer Rückkehr in die Heimat
das André Breton zum 'größten poetischen Monument unserer Zeit' erklärte bis hin zu den
Gedichtzyklen Die Zauberwaffen Sonne geköpft Verlorener Leib und Ich
Blatttang ... finden in dieser repräsentativen Sammlung ebenso ihren Platz wie der erst
posthum erschienene Zyklus Sieben verleugnete Gedichte . Ein poetologisches Gespräch mit
dem guadeloupischen Schriftsteller Daniel Maximin beschließt den von Klaus Laabs
herausgegebenen Band. 'Vor allem du mein Leib wie auch du meine Seele seht dass ihr nicht
die Arme verschränkt in der müßigen Haltung des Zuschauers denn das Leben ist kein Schauspiel
denn ein Meer von Schmerzen ist keine Theaterbühne denn ein Mensch der schreit ist kein Bär
der tanzt ...' 'Ein Gedicht Césaires explodiert wie eine Rakete aus der Sonnen schießen die
kreisen und in neue Sonnen zerbersten ein stetiges Überbieten.' - Jean-Paul Sartre