Der Koran verpflichtet Gläubige ausdrücklich sich bei gesundheitlichen Problemen fachliche
Hilfe zu holen. Vorausgesetzt die Behandlung widerspricht nicht der islamischen Lehre. Bei der
Behandlung muslimischer Personen hilft Wissen über potenziell konfliktträchtige Themen die mit
divergierenden Krankheitskonzepten des Islam einhergehen. Das reicht vom Verständnis darüber
was eine psychische Erkrankung ist bis hin zu einem angemessenen Verhalten beim Hausbesuch.
Wer den Glauben seines Patienten versteht kann Berührungsängste abbauen und kompetenter
helfen. Das Buch informiert u.a. über - vom Islam geprägte alternative Krankheits- und
Heilungskonzepte - die psychosoziale Versorgung von Muslimen in Deutschland - empfehlenswerte
Vorgehensweisen bei bestimmten Krankheitsbildern - Erkennen und Einordnen von traumatischen
Erlebnisse und Traumafolgen. Praktische und praxisbewährtes Wissen entlastet und erleichtert
Helfenden die ambulante und stationäre Arbeit sowie die Reflexion der eigenen Einstellung zum
Islam. Fragestellungen zu vielfach vorliegenden Traumatisierung von Flüchtlingen werden
kenntnisreich erörtert.