In Berlin erlebte Peter Neuhof schon vor 1933 den zunehmenden Terror der Nazis - aber auch
beharrliche Versuche von Widerstand. Sein Vater 'Getreidehändler an der Börse tätig und
dennoch Kommunist' war ebenso wie seine Mutter KPD-Mitglied. Auch ihre Aktivitäten in der
Roten Hilfe und dem Arbeitersportverein Fichte färbten auf den jungen Peter ab: 'Unser Haus war
off en für jeden nur links musste er sein' so der spätere Journalist. Bei den Neuhofs
verkehrten Gäste aus Nah und Fern so auch 1931 zur polizeilich verbotenen Spartakiade der
¿Roten Sportinternationale¿. Nach 1933 wurde seine Familie verfolgt er selbst noch im Februar
1945 in den Volkssturm einberufen - 'in einem Krieg der nicht meiner war für einen Führer
den ich hasste'. Verhaftungen Gerichtsverfahren Deportation: In der Geschichte der Familie
Neuhof verdichten sich die Maßnahmen der Nazis gegen die jüdische Bevölkerung und den
antifaschistischen Widerstand. Aus eigenem Erleben gestützt auf Tagebuchnotizen Briefe seiner
Eltern Gestapo-Dokumente und Gerichtsakten schildert Peter Neuhof die Zeit bis 1945 - bis zu
jenem 8. Mai der als 'sonnendurchfluteter Tag beginnt'.