Das Buch bietet sachliche und historische Klarheit und zeigt auf, wie die Konstruktion der heutigen Wirtschaftswelt uns zwingt beständig zu wachsen.Ökonomisches Fachwissen ist aber, besonders bei den mathematischen Untersuchungen, Voraussetzung!Leider bietet auch dieses Buch in keinster Weise eine Lösung aus dem Dilemma auf, dass durch die steigenden sozialen und ökologischen Schäden ein Kollaps, langfristig gesehen, unausweichlich ist.Auf gut 90 % der Seiten des Buches wird unter Berücksichtigung historischer und aktueller Entwicklungen hergeleitet, wie sich der Wachstumsdrang zu einem Wachstumszwang entwickelt hat. Wie jedoch die meisten seiner Kollegen der Zunft der Ökonomen bleibt auch Binswanger eine Antwort zur Lösung des Problems schuldig.Unfassbar... ich hatte mir von dem Buch, wie es auch in der Beschreibung steht, eine Orientierung erhofft! Die Chancen und Risiken des Systems werden aber auf wenigen Seiten völlig herz- und mutlos dargelegt und es wird nicht ein einziger Lösungsvorschlag unterbreitet.Anscheinend sieht auch Herr Binswanger sich nicht in der Pflicht aus seinen ökonomischen Konstrukten eine Empfehlung oder eine Orientierungshilfe zu konstruieren. Diese Arbeit schiebt er wie fast alle anderen seiner Zunft der Politik und Allgemeinheit unter, die nun mit diesen Erkenntnissen etwas anfangen soll!Damit zeigt mir dieses Buch wieder einmal, dass die VWL in keinster Weise den Namen einer exakten Wissenschaft verdient, da aus ihren Ergebnissen (diplomatisch gesagt) so gut wie keine brauchbaren Prognosen und Empfehlungen für uns als Menschen ergeben...Das Buch bietet einen interessanten Ansatz zur Erklärung unserer Zwangssituation...MEHR ABER AUCH NICHT!!! Für mich als jemanden der wissen will, wieso etwas ist wie es ist, vor allem aber, wie man diesen Zustand zu einem "besseren" verändern könnte, ist dieses Buch absolut unbefriedigend und eine klare Enttäuschung!!!