Ost-Berlin Anfang der 60er-Jahre: Als ihr Bruder Dieter wegen Staatsverleumdung zu vier Jahren
Haft verurteilt wird ist Maria geschockt und hilflos. Dann lernt sie Paul kennen. Die beiden
werden ein Paar - und Marias Ahnung bestätigt sich: Paul war als Richter verantwortlich für den
Schuldspruch ihres Bruders. Manfred Bieler erzählt aus der Perspektive der zwanzigjährigen
Maria von ihrer Zerrissenheit zwischen Loyalität ihrem Bruder gegenüber und Liebe zu dem
systemtreuen Paul. Eine literarische Auseinandersetzung mit der DDR-Strafjustiz - und zugleich
eine wunderbar erfrischende witzige und zugleich bewegende Geschichte über Liebe in einem
totalitären Staat. Der DEFA-Film Das Kaninchen bin ich nach dem Drehbuch von Manfred Bieler
wurde 1965 in der DDR berühmt weil er sofort verboten wurde. Vier Jahre später erschien der
Roman in der Bundesrepublik.