Rätselhafte archäologische Streufunde Schmuck und prachtvoll verzierte Gebrauchsgegenstände
sowie einige mittelalterliche Kultfiguren werden in diesem Buch gemeinsam vorgestellt. Sie
skizzieren die Kulturen eines geografisch riesigen Raumes in Zentralasien. Die Zeitspanne in
der diese Objekte angefertigt wurden ist beeindruckend. Sie reicht vom 1. Jahrtausend v. Chr.
über das Mittelalter bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Eines jedoch verbindet diese völlig
unterschiedlichen Objekte: Sie wurden auf die eine oder andere Weise von der tibetischen Kultur
geprägt und sind eng mit den magischen Aspekten der tibetischen Religion verbunden. Dem Leser
erschließt sich so die faszinierende Geisteswelt des tibetischen Kulturkreises der sich dank
ungezählter Einflüsse aus Zentralasien Indien dem iranischen Raum und China zu einer der
faszinierendsten Kulturen der Menschheitsgeschichte entwickelte. Für die Europäer erscheint
Tibet wie das in magische Höhen versetzte Arkadien. Mit diesem Buch und der damit verknüpften
Ausstellung wird der Versuch unternommen über das Phänomen der schlichten Schönheit der
Erzeugnisse der tibetischen Welt tiefer in deren Kultur und den dazugehörigen Kulturraum
einzudringen. Autor und Ausstellungskurator Hans Weihreter der in Tibet gelebt hat und einige
der Verkehrssprachen vor Ort kennt erweist sich erneut als ausgewiesener Kenner und stellt
faszinierende Zusammenhänge her mit denen aus europäischem Blickwinkel das Verständnis des
Fremden ermöglicht wird - ein opulenter Band der zu einer Kulturreise auf das Dach der Welt
einlädt.