Grundlage für dieses Buch waren die umfangreichen Publikationen von Friedel Moll die auf
seinen akribischen Recherchen als langjähriger Stadtarchivar von Zwettl beruhen. Um seine
wissenschaftlichen Forschungsergebnisse nun einer noch breiteren Öffentlichkeit aufzuschließen
entstand die folgende Version der Familiengeschichte Schidloff wobei die jüdischen
Protagonisten ihr Schicksal in einer autobiografischen Darstellungsform mit realistischen
Ergänzungen schildern. Die aus Böhmen zugewanderten Mitglieder der Familie Schidloff wurden als
jüdische Branntweinhändler in Zwettl zuerst ausgegrenzt und diskriminiert danach als die
Nachfahren bereits besser beleumundet waren von den Nationalsozialisten vertrieben und in
Theresienstadt beziehungsweise in Auschwitz ermordet. Sämtliche Schicksale der 14
Familienmitglieder werden hier in Form von Kreuzwegstationen die mit zeitgenössischen
Presseartikeln und aussagekräftigen Fotos illustriert werden nachgezeichnet. Auch eine
frevelhafte Grabschändung in der Nachkriegszeit die fünf unschuldige Kinder der Schidloffs und
andere jüdische Opfer betrifft wird im Exkurs mit einem Interview und bisher unbekannten
Aufnahmen aus Privatbesitz belegt.