Anfang 1943 gründen Sabine und Miron Zlatin in der südfranzösischen Gemeinde Izieu im
Departement Ain in der besetzten italienischen Zone ein Waisenhaus - das Maison d'Izieu - um
jüdische Kinder aufzunehmen und zu schützen. Nach der Kapitulation Italiens am 8. September
1943 marschiert die Wehrmacht in Südostfrankreich ein. Unmittelbar beginnt eine verschärfte
Verfolgung der jüdischen Bevölkerung mit Verhaftungen in Chambéry und Umgebung und mit der
Ablösung des Unterpräfekten von Belley dem Beschützer des Waisenhauses. Am 6. April 1944
erreichen Wehrmachtsangehörige in Begleitung von drei Gestapo-Offizieren das Maison d'Izieu
die anwesenden 44 Kinder und sieben jüdischen Erwachsenen werden verhaftet und abgeführt. Nur
Léon Reifman gelingt mit einem Sprung aus dem Fenster die Flucht. Die Perticoz eine
Bauernfamilie in der Nachbarschaft verstecken ihn ... Sie verstehen nicht: Warum werden Kinder
so brutal angegriffen? Wer hat Klaus Barbie und seine Handlanger auf dieses friedliche
Waisenhaus aufmerksam gemacht? Gibt es vielleicht eine Denunziation? Die Kinder und ihre
Betreuer werden nach Lyon und dann nach Drancy gebracht bevor sie nach Auschwitz deportiert
und ermordet werden. Mit einem Nachwort von Dominique Vidaud dem Direktor der Gedenkstätte
Izieu.