Der Heimat Tiefe verleihen: Annemarie Pletls Bilder gewähren einen Blick hinter das
Dargestellte sie geben den gezeigten Landschaften Gebäuden oder Menschen eine Seele. Die
Malerin arbeitet zuhause in Regen. Hier hat sie sich mit dem "8. Zimmer" ein Atelier
eingerichtet in dem ihre Arbeiten entstehen meist in Acryl aber auch in Öl oder als Aquarell
und Studien mit Bleistift oder Kreide. Die Werke befassen sich mit der vertrauten Umgebung es
sind Portraits Bayerwald-Landschaften oder Häuser. Das Thema Heimat wird bei ihr künstlerisch
umgesetzt. Annemarie Pletls Arbeiten sind oft abstrakt oder expressionistisch aber bisweilen
auch realistisch in der Darstellung. Unter den Heimat-Motiven von Pletl finden sich die
Burgruine Weißenstein bei Regen und der angrenzende Wohnturm das "Fressende Haus" in dem der
Schriftsteller Siegfried von Vegesack (1888-1974) lebte. Die Künstlerin hat Arbeiten zur
Familie von Vegesack und zu den Gebäuden erstellt. Für den vorliegenden Band hat Barbara von
Schnurbein die Kunstobjekte Pletls in Bezug zu dem baltischen Dichter gesetzt. In insgesamt 16
Stationen entwirft sie - ergänzt durch Vegesacks Texte und Lyrik - ein lebendiges Porträt des
Dichters. Die Malerin teilt ihre künstlerischen Fähigkeiten mit anderen. Ihr Wissen und Können
das sie bei einem mehrjährigen Kunststudium an der freien Akademie Faber-Castell vertieft hat
gibt sie bei Malkursen an Erwachsene und Kinder weiter. Zudem ist sie Mitbegründerin und
mittlerweile Vorsitzende der "Regen-Maler". Für andere Künstlerinnen und Künstler engagiert sie
sich seit Langem als Kuratorin von Ausstellungen darunter die älteste Kunstausstellung des
Bayerischen Waldes der "Zwiesler Buntspecht". In der SAMMLUNG OEHMS finden sich insgesamt 27
Werke von Annemarie Pletl darunter 21 Gemälde und sechs Studien. Karl-Heinz Reimeier stellt
die Malerin in einem Portrait vor. Begleitende Texte stammen von Herausgeber Dieter Oehms der
Kunsthistorikerin Elisabeth Vogl und der Künstlerin selbst. Die eindrucksvollen Werke der
Künstlerin sind in den Fotografien von Diana Maria Baumgartner in Szene gesetzt.