Eine Familiengeschichte im Ruhrgebiet die vom Ankommen in der Fremde von Zusammenhalt Kampf
gegen Ausgrenzung Ungerechtigkeit und Armut erzählt - am Ende des 19. Jahrhundert bis in die
1930er Jahre. Adam und Zuzanna erleben als polnische Zuwanderer ein Dortmund im Pulsschlag der
enormen industriellen Entwicklung. Durch einen Arbeitsunfall verliert Adam ein Auge und wenig
später seine Stelle. Er tritt einem Spar- und Bauverein bei engagiert sich in der Gewerkschaft
bei den Socialdemokraten und für die neue Arbeiter-Zeitung. Um die Familie zu unterstützen
nimmt Zuzanna Kostgänger auf und verdingt sich als Näherin. Die Familie wächst kämpft um ihre
Identität und die neue Heimat. Birgitta M. Schulte spürt in "Ruhrgemüse polnisch" den
familiären Wurzeln nach. Wie es den Urgroßeltern ergeht die als Westpreußen und Polen in
stürmischen Zeiten im Ruhrgebiet gegen Widerstände von verschiedenen Seiten - Kirche
Nationalverbände politsche Positionen Arbeitshierarchien - zu kämpfen haben. Wie sie
gezwungen werden ihren Familiennamen zu ändern - aus Koszy¿ski wird Kosshofer. Wie sie aber
dennoch oder auch gerade deswegen ihren Platz finden.