Paris kurz nach dem Ersten Weltkrieg in der "Straße der fischenden Katze" der Rue du Chat
qui Pêche. In dieser schmalen dunklen Gasse an der Seine wohnt die ungarische Familie Barabás
die über Wien nach Paris kam und deren älteste Tochter Anni im Mittelpunkt des Romans steht. In
der Nachbarschaft der Gasse treffen die unterschiedlichsten Menschen aus verschiedenen Ländern
Osteuropas aufeinander. So unterschiedlich die Beweggründe sind aus denen sie ihre
Heimatländer verlassen mussten eint sie die Hoffnung auf eine bessere Zukunft und die
Sehnsucht nach der verlorenen Heimat aber auch ihre Entwurzelung. Földes gibt in ihrem Roman
den vielen Namen- und Heimatlosen ein Gesicht deren Situation heute ebenso aktuell ist wie zum
Zeitpunkt der Erstveröffentlichung. Mit diesem Roman gewann Földes 1936 einen internationalen
Romanwettbewerb der nicht nur ein sehr hohes Preisgeld beinhaltete sondern auch mit der
Übersetzung und Veröffentlichung in 12 Ländern und Sprachen verknüpft war. 1937 erschien die
deutschsprachige Fassung bei Allert de Lange in den Niederlanden aus dem Ungarischen übersetzt
von Stefan Isidor Klein.