Es ist Frühling in Istanbul. Während Millionen von Tulpen die Stadt in eine bunte Blütenpracht
verwandeln arbeitet der erfolgreiche Krimiautor Fabian Lehner in einer Künstlerresidenz an
seinem neuen Roman. Auf Instagram lässt er seine Followers live an seinem Aufenthalt teilhaben.
Sein Mitstipendiat Victor ein emigrierter russischer Oppositioneller versucht in der
Zwischenzeit seinem Sohn die Flucht aus Moskau zu ermöglichen. Bald gerät auch Fabian in den
Strudel der aktuellen politischen Ereignisse. Nach Ausschreitungen am Taksim-Platz findet er
in der Residenz einen schwer verletzten Demonstranten vor und kümmert sich um ihn. Er lernt
Azra kennen eine geheimnisvolle junge Frau die Nachts subversive Gedichtzeilen an die
Fassaden sprayt. Als schliesslich sein türkischer Freund verhaftet wird bringt auch er sich
zunehmend in Gefahr. In einer poetischen Sprache erzählt der Roman vom Schock des Unbekannten
und von der Macht von Kunst angesichts von Ungerechtigkeit und Repression. Dabei nimmt er Bezug
auf zahlreiche zeitgenössische Ereignisse wzB. den 'arabischen Frühling' Proteste in
Lateinamerika oder mutige Wortmeldungen von Kunstschaffenden im Ukrainekrieg.