Schon seit Beginn der Menschheitsgeschichte existiert eine Faszination für Stöcke. Einst zum
Zeichnen an Wänden zum Spielen für Kinder oder für den aufrechten Gang verwendet fanden sie
über die Jahrhunderte hinweg ihre Bestimmung als modisches Accessoire und stehen auch heute für
Stil und Eleganz. Im 18. Jahrhundert begann die Reise des Spazierstocks als Statussymbol der
Aristokratie. Mit aufwendigen Verzierungen und aus edlen Materialien gefertigt spiegelten sie
den Reichtum und modischen Geschmack ihrer Besitzer wider. Ihre Blütezeit erlebten die
Spazierstöcke im 19. Jahrhundert als sie zum unverzichtbaren Begleiter des Bürgertums
avancierten. Die Industrialisierung ermöglichte die Massenproduktion der Stöcke wodurch sie
für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich wurden. Mit dem 20. Jahrhundert verloren die
Spazierstöcke zunehmend an Bedeutung und gehörten nicht mehr zur Ausstattung der
Alltagskleidung. Seither entwickelte sich der Spazierstock zum beliebten Sammlerstück. Noch
heute sind antike Stöcke aus den vergangenen Jahrhunderten begehrte Objekte für Liebhaber
Sammler und Kenner. Gegenwärtig erleben wir eine Renaissance des Spazierstocks nicht nur als
Hilfsmittel sondern vor allem als Ausdruck des individuellen Charakters und Stils.