Gemeinsam stark oder doch alles "Einzelgänger" in der Geschichte? Die Burgen aus dem 11. bis
15. Jahrhundert im Dreiländereck von Deutschland Frankreich und der Schweiz stehen im
Mittelpunkt dieser grenzüberschreitenden Betrachtung. Einst galt sie als eines der wichtigsten
Zentren der Macht Richard Löwenherz wurde hier auf seiner Rückkehr vom dritten Kreuzzug
eingekerkert. Die Burg Trifels - um 1081 erbaut dem Kaiser überschrieben an die Kurpfalz
verpfändet und in Flammen aufgegangen - hat eine ebenso ereignisreiche wie eindrucksvolle
Geschichte. Doch geriet sie bis ins 19. Jahrhundert in Vergessenheit und verwahrloste. Erst
1841 stieg das Interesse wieder und die Ruine wurde neu instand gesetzt. Im Jahr 2023 war die
Burg Trifels Ort eines internationalen Expertenaustausches zu den Burgen am Oberrhein. Der
Oberrhein zwischen Basel und Bingen weist eine hohe Dichte an mittelalterlichen Burgen auf
mehr als 1000 Burgen prägen das Landschaftsbild dort wo sich die deutsche schweizerische und
französische Grenze treffen. Diese im Wesentlichen in der Zeit vom 11. bis 15. Jahrhundert
errichteten Burgen bilden ein gemeinsames kulturelles Erbe. Welche Akteure und Ereignisse das
Zeitgeschehen bestimmten welche geographischen Voraussetzungen galten und ob die Burgen am
Oberrhein mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede hinsichtlich ihrer geographischen
topographischen strategischen bau- und herrschaftspolitischen Voraussetzungen und
Entwicklungen in ihrer Geschichte aufweisen diesen Fragen gehen Expertinnen und Experten der
Archäologie Geschichte und Kunstgeschichte für die Zeit von der Spätantike bis zum Ende des
19. Jahrhunderts nach. Sie präsentieren die Burgen mit ihrer Vor- und Nachgeschichte auf der
Grundlage neuester Forschungsergebnisse. Das Buch ist Teil des umfangreichen
Interreg-geförderten Projekts "Burgen am Oberrhein. Châteaux Rhénans" zur Erforschung
Vermittlung und touristischen Vermarktung der Burgen am Oberrhein.