Der mit hoheitlichen Aufgaben beauftragte Verlag zum Betreiben u.a. eines Transparenz- und
Unternehmensregisters gehört zum DuMont-Konzern. Im Bundesanzeiger Verlag arbeiten über 600
Beschäftigte davon sind ca. 200 sachgrundlos befristet hinzu kommen knapp 260
Leiharbeitskräfte. Seit Dezember 2023 hat die Geschäftsleitung jegliche Gespräche mit der
Vereinten Dienstleitungsgewerkschaft (ver.di) zu einem Haustarifvertrag verweigert. Nach Jahren
in denen alle Bemühungen vergeblich waren das Unternehmen zum Beitritt zum Tarifvertrag zu
bewegen organisierten sich gut 50% der Beschäftigten in ver.di und stellten eigene
Tarifforderungen auf. Daraufhin versuchte das Unternehmen die Belegschaft systematisch zu
spalten um Stimmung gegen die Tarifbewegung zu machen. Von diesem Umgang eines staatlich
beauftragten Unternehmens das 'hoheitliche Aufgaben' im Auftrag der Bundesministerien Justiz &
Finanzen verrichtet mit seinen Beschäftigten wird in diesem Buch erzählt. Berichtet wird
zugleich von der Entschlossenheit der Streikenden von der gemeinsamen Entwicklung die alle
während dieser Zeit gemacht haben. Und es wird erklärt warum der Widerstand weitergehen muss:
Weil es in diesem Streik um mehr als nur ums Geld geht es geht um nichts weniger als um
Demokratie auch im Betrieb. Es wird außerdem die Frage gestellt warum ein Unternehmen das so
eng mit dem Staat und seinem Ansehen verbunden ist gegenüber seinen Beschäftigten fernab von
dessen Grundwerten handeln darf. Die Autor*innen aus dem Aktivenkreis Bundesanzeiger erzählen
ebenfalls vom Zusammenhalt der Streikenden den zahlreichen Unterstützern aus Gesellschaft und
Politik von der Solidarität aus anderen Betrieben und dem wachsenden Willen sich nicht
unterkriegen zu lassen. Gastbeiträge werden von Witich Roßmann (DGB Köln IG Metall) und von
Yannick Hengstler (Jurist im ver.di Landesbezirk NRW) beigesteuert.