Nach der Geburt besteht die erste größere mechanische Belastung für den Menschen darin sich
gegen die Gravitation aufzurichten. In der zweiten lernt er sich aufrecht zu bewegen. Es geht
darum zunächst den lotrechten Gravitationsdruck biege- scherungs- und verwindungsfrei
abzustützen dann die Stützgewebe den Resultierenden aus dieser initialen Kraft mit den anderen
den bewegungsbedingten Kräften anzupassen sowie die notwendigen Motoren starken Bänder und
fast reibungsfreien Gleitlager wachsend weiter zu entwickeln.Auch der Zug starker Bänder stützt
sich eigens intraossär ab und jeder Lastdurchgang in den Gelenken verteilt sich darinnen
hydraulisch - grossflächig.Der funktionalen Logik des Bewegungsapparats steht die kausale
Histogenese für Druck- Zug- und Gleitgewebe zur Verfügung. Die Abweichung aus dem damit
erreichten biomechanischen Gleichgewicht überfordert diese Histogenese allmählich und löst eine
pathomechanische Funktionskette von der HWS zu den Zehen aus. Sie enthält die bekannten
Diagnosen des Bewegungsapparates deren Ursachen jedoch eher beschrieben doch nun kausal
abgeleitet sind.Die Ableitungen erst erschließen das pathomechanische Geschehen mithilfe der
Mechanik fester und flüssiger Körper und lenken zu kausaler Therapie mit dem Ziel
Regelfunktion wieder lernen zu können.Dazu können nur Arzt und Physiotherapie verhelfen - und
die Disziplin des Patienten.