Die Grundthematik des Romans dreht sich um die uralte nach wie vor offene Frage ob der Mensch
seiner Natur nach gut sei oder ob das Böse in ihm überwiege. Das Gute ist im Handlungsgeschehen
des Romans verkörpert in der Person des naiven Kandidaten Ohland der durch glückliche Umstände
zum Pastor des nordfriesischen Steedebüll ernannt wird. Das Böse ist personifiziert im
zwielichtigen Küster der dem Kandidaten ständig Steine in den Weg legt und ihn der
Lächerlichkeit preisgibt. Die Geschichte endet für beide tragisch. In einem umfangreichen
Nachwort erläutern und begründen die Herausgeber warum sie den bislang unveröffentlichten
Roman Frenssens aus dem Nachlass heraus publizie- ren obwohl der Autor als bekennender
Nationalsozialist und überzeugter Antisemit bereits 1932 öffentlich für die Ausmerzung von
Behinderten und Juden eintrat.