In einem Dorf in Wolhynien in der heutigen Ukraine wird eine Hochzeit gefeiert. Julia und
Herrmann schauen hoffnungsvoll in die Zukunft. Ihre Familien sind deutsche Kolonisten die der
Zar einst ins Land holte um es urbar zu machen. Der Erste Weltkrieg zerstört ihre heile Welt.
Herrmann muss für den Zaren in den Krieg ziehen und die deutschen Dörfer werden von den Russen
ausgeplündert. Die Einwohner deportiert man nach Sibirien. Diesem Schicksal entgeht Julia weil
ihr Mann in der Armee dient. Aber ihr Hof wird beschlagnahmt und sie verlässt Wolhynien. In
Ostpreußen findet sie eine neue Heimat. Herrmann kommt zurück und sie bleiben als Deputanten
auf Gut Eckhoff. Sie erfahren dass ihre deportierten Angehörigen alle umgekommen sind. Julia
bringt sieben Kinder zur Welt. Sie leben in Ostpreußen fern von den Unruhen die in jener Zeit
Osteuropa erschüttern. 1938 stirbt Herrmann an den Folgen einer Krankheit die er sich im Krieg
zugezogen hat. Drei Söhne der Familie fallen im zweiten Weltkrieg. Im Januar 1945 muss Julia
erneut ihre Heimat verlassen. Es beginnt eine dramatische Flucht die auf der Insel Rügen
endet. Ein alter Koffer aus Wolhynien ist alles was ihr an Hab und Gut geblieben ist.