Von April bis Juli 1994 wurden in Ruanda Hunderttausende Menschen wegen ihrer ethnischen
Zugehörigkeit umgebracht. Auf das Verbrechen folgte ein staatlicher Neuaufbau der als
beispielhaft gilt. Und doch ist die Region bis heute nicht zur Ruhe gekommen. Der
Völkerrechtler Gerd Hankel hat Ruanda und die umliegenden Länder vielfach besucht und die
Entwicklung des Landes über zwanzig Jahre hinweg beobachtet und begleitet. In seinem Buch
erörtert er nicht nur die wirtschaftlichen und sozialen Fortschritte Ruandas sondern auch die
tiefgreifenden Herausforderungen mit denen die Gesellschaft konfrontiert ist. Er beleuchtet
die Hintergründe und Interessen die im Spiel sind und macht auf diese Weise deutlich dass
Politik und Zynismus oftmals nahe beieinanderliegen. Die Selbst- und Fremdwahrnehmung Ruandas
werfen eine Reihe von Fragen auf die auch unseren Blick auf Gewalt und Unrecht betreffen. Für
die Aktualisierung und Erweiterung seines 2019 zuerst vorgelegten Buchs hat der Autor die
Region erneut bereist um die jüngsten Entwicklungen zu beurteilen. So ist eine Neuausgabe
entstanden die die Geschichte Ruandas bis auf den heutigen Tag fortschreibt.