★★★★★
k.A.
05.06.2026
ean-shopping.de
Das Hörbuch ist sehr unterhaltsam und die Geschichte fesselt gut, allerdings fand ich die Sprecherstimmen an einigen Stellen etwas monoton.
Die drei ??? und der grüne Geist sind natürlich Kult:Diese Folge besticht besonders durch einige gruselige Elemente. Leider muss auch ich bemängeln, dass die Neubearbeitung der alten Hörspiele diese qualitativ eher vermindert hat. Die liebevoll gestaltete und spannende Musik aus den Originalen wurde durch ein pseudomodernes Computergebimmel ersetzt, was definitiv nervig ist und eigentlich nur lächerlich billig wirkt. Nun hatte man diesbezüglich aufgrund eines Rechtsstreites keine andere Wahl, man musste die alte Musik entfernen. Das hätte man aus meiner Sicht aber etwas feinfühliger gestalten können. Außerdem wurden immer wieder Dialoge gekürzt, das ist mir hier ebenso aufgefallen, wie beim "Karpatenhund" oder dem "Bergmonster". Die Klassiker waren ohnehin nicht besonders lang, die durchschnittlichen 40 Minuten Laufzeit weiterhin einzuschränken, indem man weitere Kürzungen vornahm, halte ich für absolut unnötig! Daher kann ich leider nur 3 von 5 Sternen vergeben.Den Fall selbst darf man natürlich nicht komplett hinterfragen. Die Auflösung rund um die Geistererscheinung präsentiert sich schon sehr simpel, aber es ist eben ein Jugendhörspiel, daher kann man über einige Logiklücken hinwegsehen. Dennoch sei an dieser Stelle auf einen groben Fehler hingewiesen (ACHTUNG SPOILER!):Als Justus am Ende das Tonband vorspielt, erkennt Lydia Green die Stimme ihres Verwandten und entlarvt ihn so als Übeltäter. Allerdings spielt der erste Detektiv das Band an einer Stelle ab, als Mr. Carlson noch im Gebüsch versteckt sein muss, um den rätselhaften Schrei abzugeben. Er kann also noch gar nicht bei der Gruppe von Männern sein, die auf dem Tonband zu hören sind.Die SprecherInnen sind gewohnt gut. Marianne Kehlau überzeugt in der Rolle der Lydia Green. Besonders gefallen hat mir Victor Bernard als Wong. Er spielt den altersschwachen Chinesen sehr überzeugend. Anders als bei der Folge "tanzender Teufel" lässt sich seine Sprechrolle des Asiaten hier nicht im Bereich Overacting ansiedeln. Er wirkt authentisch und nicht übertrieben.Interessant fand ich, dass Justus in dieser Episode mal eine Nebenrolle spielt. Hier stehen eher seine beiden Kollegen im Mittelpunkt. Um so unglaubwürdiger ist es dann leider, dass er den Fall am Schluss mal wieder ganz alleine löst.Dennoch eine kultige Folge und durchaus hörenswert!