★★★★★
Tita Fürst - Koren
28.07.2023
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Peter Bogdanovich hat im Jahr 1985 eine schwierige (wahre) Geschichte verfilmt. Roy Lee Dennis, wie Rocky in Wirklichkeit hieß, hatte eine sehr seltene genetische Störung (sieh med. Lexicon oder Wiki), bei der sich die Knochem am Gesicht/Kopf wegen Calziumablagerungen vergrössern, das Gesicht wird zu einer grotesker Maske. Die meisten Kinder sind sowohl physisch wie auch psychisch krank, blind,haben oft epileptische Anfälle, und erleben auch heute noch selten das Jugendalter.Im Film spielt den Jungen Rocky Dennis wunderbar Eric Stolz. Seine "Maske" zeigt (leider oder es muss so sein) perfekt die Gesichter der Kranken.Seine Mutter spielt Cher, die im diesem Film ihr Können beweißt. Beide sind Kämpfer, Rocky lebt, geht zur Schule, ist sogar ein sehr guter Schüler, mathematisch, sprachlich begabt. Seine Schmerzen lindert er mit schönen Gedanken, er will mit dem Freund Europa bereisen, er wartet auf plastische Operation, die möglich wäre, wenn seine Knochen nicht mehr wachsen würden (?).Manchmal mußt er seiner Mutter helfen, die sich in dunkleren Zeiten mit Drogen volldröhnt, dann wieder hilft sie ihn, indem sie ihn immer als einen normalen Jungen behandelt. Sie kämpft, zieht oft um, streitet mit ihren Eltern. Ihre Bezugspersonen sind die Biker, die sowohl ihr wie auch Rocky zur Seite stehen. Und zum Glück auch ein Mann, der immer wieder in ihr Leben kommt, und dann auch Rocky hilft.Weil sie so oft umziehen, muß Rocky immer in der neuen Schule zurechtkommen. Von dem ( teils verständlichen) Angst/Abscheu am Beginn sind seine Mitschüler bald von ihm fasziniert. Er ist belesen, kann wunderbar Geschicten erzählen (den trojanischen Krieg erklärt er in einer neuer Version, die mich umgehauen hat), hilft bei der Mathe, spart das Geld für die gennante Europa Reise. Die meisten Menschen vergessen dabei, dass er DER Junge mit der Maskengesicht ist. Nur bei den Mädchen (er ist 16 Jahre jung) ist er nicht gefragt. Dabei will er so gerne verliebt sein, und hofft auf die Liebe...Im Sommercamp trifft er die blinde Diana, die ihn wegen IHN mag, und zwischen ihnen entsteht eine schöne junge Liebe. Die Eltern des Mädchens sind dagegen...Da ist auch für mich der einzige Teil, wo der Film etwas in die " zu romantische Richtung geht". Dabei ist dies NICHT notwendig. Die Liebe zwischen der blinden Diana und Rocky bedarf keine Erklärungen. Die Hindernisse sind vorprogrammiert.Der Film ist stark, ist voll von der Poesie, das kleine Gedicht im Film, den Rocky seiner Mutter vorträgt wird am Ende zu einem Motto.Mich hat Cher völlig im Bann gezogen - nicht zum ersten Mal. Sie ist eine Löwin,eine Mutter, eine Drogenabhängige, eine Verlorene... Sie kann alles, weil sie ALLES für ihren Sohn tut. Ihre Libe ist immer präsent, auch als sie sich mit jedem streitet, weil sie nicht mehr weiter kann. Sie behandelt Rocky nicht nur als ihren Sohn, er ist für sie die Sonne, der Löwe, zu dem sie aufschaut.Ein Film, den man sehen sollte! Wie geschrieben, kann ich auch bei der Bewehrtung 4 oder sogar 3 P verstehen. Bei solchem Thema ist man wieder - subjektiv.Nicht vergessen, die Musik ist für den Film teilweise gemacht, Bob Seger - super, dann die anderen, die wir aus 70-jahren kennen. Sie ist ein Teil des Films.
„ROCKY“ DENNIS (Eric Stoltz) leidet an einer seltenen Krankheit, die seine Gesichtsknochen unkontrolliert wachsen lässt. Das unkontrollierte Knochenwachstum führt dazu, dass sein Gesicht stark entstellt ist. Um ROCKY ein einigermaßen normales Leben zu bieten, kämpft seine resolute Mutter „RUSTY“ DENNIS (Cher) wie eine Löwin für ihn und sorgt auch dafür, dass er eine normale Schule besuchen kann und ihm eine Sonderschule erspart bleibt. Unterstützt werden RUSTY und ROCKY von einer Rockergang, die sie mit ihren Harleys überall hinfahren.Nachdem er wegen seinem Aussehen anfänglich Ablehnung erfährt, merken seine Mitschüler was für ein intelligenter und liebenswerter Mensch ROCKY ist. Ziemlich schnell schafft es ROCKY sich Anerkennung zu verschaffen, als er bei einer Routineuntersuchung die Diagnose erhält, dass er nur noch 6 Monate zu leben hätte. ROCKY und seine MUTTER nehmen das nicht ernst, denn solche Prognosen wurden in den Jahren zuvor immer wieder gestellt.ROCKY schmiedet Pläne, er will mit einem Freund durch Europa reisen und als er in einem Ferienlager für Blinde, wo er als Betreuer arbeitet, die hübsche DIANE (Laura Dern) trifft, verliebt er sich unsterblich. Doch das Schicksal nimmt seinen Lauf und ROCKY wird brutal mit der Realität konfrontiert …..Ich habe „Die Maske“ das erste Mal in den 80ern gesehen und war damals schon ungemein beeindruckt von diesem Film, vor allem, weil er auf der wahren Geschichte von ROY LEE DENNIS (04.12.1961-04.10.1978) basiert.ERIC STOLTZ spielt den „Rocky Dennis“ erstklassig, mein persönliches Highlight ist aber CHER. Wie sie diese starke und trotzdem sehr verletzliche Frau spielt, ist wirklich aller Ehren wert, eine ganz starke Leistung.Neben den beiden können auch SAM ELLIOTT, als „Gar“, und DENNIS BURKLEY, als „Dozer“, überzeugen, deren Figuren unheimlich sympathisch sind.Mein Fazit: Wenn ein Film eine gute Geschichte und glaubwürdige Darsteller vorzuweisen hat, dann braucht er keine Action oder sonstigen Firlefanz. „Die Maske“ hat das definitiv vorzuweisen, ich persönlich finde ihn unheimlich bewegend und emotional, mich hat die Geschichte von „ROCKY“ DENNIS einfach gepackt.Ich bin überrascht, dass nur so wenige Menschen diesen absolut sehenswerten Film kennen, wer auf bewegende Dramen steht, kann hier ruhig mal reinsehen.