Feld der Träume war ein sagenhafter Erfolg als er 1989 herauskam und ist zu einem modernen Klassiker und einem einzigartigen Stück amerikanischen Kinos geworden. Er dient auf effektvolle Weise als bewegendes Drama über die Macht der Träume, als Ode an die schönste Nebensache der Welt des Amerikaners sowie als brillante Adaption des ausgezeichneten Baseball-Romans Shoeless Joe von W.P.Kinsella. Kinsella selbst empfand den Film als erfreuliche Überraschung, der von seinem Roman zwar erheblich abwich, aber dennoch stark von seinen eigenen kreativen Variationen profitierte. Es war der Film, der Kevin Costners Status als uramerikanischer Leinwandstar zementierte -- aber die Geschichte lebt von weitaus mehr als nur Costners attraktiver Ausstrahlung. Costner spielt den Farmer Ray Kinsella im amerikanischen Iowa, der eines Tages geheimnisvolle Worte vernimmt: "Wenn du es baust, wird er kommen" -- was ihn dazu veranlasst, mitten in seinem Maisfeld ein Baseball-Spielfeld einzurichten. Seine Frau (Amy Madigan) unterstützt seine verrückte Idee, aber ein zurückgezogen lebender Schriftsteller (dem Autor J.D.Salinger nachempfunden und von James Earl Jones gespielt) ist nicht so leicht zu überzeugen. Entweder ist der idealistische Farmer ein Visionär oder ein armer Irrer, aber seine Beharrlichkeit wird schließlich belohnt, als namhafte Figuren aus der ruhmreichen Vergangenheit des Baseballs nach und nach auf seinem Spielfeld erscheinen. Vergangenheit und Gegenwart vermischen sich in der Gestalt des Moonlight Graham (vorzüglich gespielt von Burt Lancaster), eines unbekannten Spielers, der seinen Traum vom Baseballruhm dem ehrwürdigen Leben eines Kleinstadtdoktors opferte. Die Bedeutung des Ganzen bleibt allerdings bis zum bemerkenswert rührenden Schluss des Films unklar. Feld der Träume ist eine Betrachtung über Familie, Erinnerungen und Zuversicht, eine ausgeglichene Mischung aus Humor und Magie, die genau den richtigen Ton trifft, um den Zuschauer mit nachdenklicher Bewegtheit zu erfüllen. So sehr sogar, dass das Baseballfeld, das für diesen Film geschaffen wurde, mittlerweile zum Mekka für Träumer jeglicher Art aus der ganzen Welt geworden ist. --Jeff Shannon
„If you build it, he will come.“ Die rätselhafte Stimme (im Original angeblich geflüstert von Ed Harris) gebietet dem Farmer Ray Kinsella (Kevin Costner) während der Arbeit im Maisfeld, ebendort ein Baseballfeld zu bauen. Das akkurate Spielfeld mit den Flutlichtmasten bedroht die wirtschaftliche Existenz seiner Farm und damit seiner Familie, die Bank sitzt ihm mit der Hypothek bereits im Nacken, aber Kinsella tut es. Ist seine Vision in Wirklichkeit eine Obsession?Der Film ist zwar eigentlich ungemein kitschig – aber gerade deswegen auch so berührend. Er zelebriert die Kraft kühner Träume und die des Baseballs als nationales Kulturgut und Quelle familiärer Sentimentalität. Hinzu kommt die starke Besetzung: Costner drehte ein Jahr später sein Epos „Der mit dem Wolf tanzt“, anschließend den Frühneunziger-Blockbuster „Robin Hood“; Amy Madigan ist Annie Kinsella, die ihren Mann solidarisch unterstützt und die irre Baseballfeld-Vision mitträgt; Ray Liotta tritt auf als gefallener Baseballstar „Shoeless“ Joe Jackson – eine reale Figur, die zu jenen unglückseligen Spielern gehörte, die infolge des „Black Sox Sakndals“ in der World Series 1919 lebenslang gesperrt wurden; Burt Lancaster ist zu sehen als Mann, dessen Arztkarriere eine verpasste Chance auf die Profiliga vorangegangen ist; und nicht zuletzt James Earl Jones, bei dem man in der englischen Originalfassung stets Darth Vader vor Augen hat, wenn er spricht.[gesehen im englischen Originalton]
STORY:Ein Maisbauer aus Iowa, der Stimmen hört, interpretiert diese als Befehl, einen Baseballplatz auf seinen Feldern zu bauen. Er tut es, und die 1919 Chicago White Sox kommen.EINDRUCK:Erstsichtung des 1989 entstandenen Spielfilms mit Kevin Costner in der Hauptrolle. Ganz ehrlich, meine Frau und ich kamen die halbe Zeit nicht mit um was es hier geht und wohin die Reise gehen soll. Wir fanden den Film sehr verwirrend. Entweder muss man kompletter Baseballfan sein und/oder ein Faible für Baseballspieler aus den Anfangszeiten haben.Wir gehören leider zu keiner von den beiden Fraktionen und hofften, auch so unterhalten zu werden. Unterhaltung bekamen wir nur bedingt, denn obwohl die Optik, der Cast und der tolle Score von Altmeister James Horner (Avatar, Titanic) gefielen, war der Rest eine verwunderliche, teils chaotische Odyssee für den Maisbauer und den Zuschauer, also uns. Dazu noch ein paar Ungereimtheiten wie die Akzeptanz, dass plötzlich Geister-Baseballspieler am Feld stehen, ist ja anscheinend etwas ganz normales. Klar verstanden wir auch die Message, dass Costners Rolle mit dem Tod seines Vaters, zu dem er keinen guten Draht hatte, in Verbindung steht. Aber dennoch hatte wir uns auf einen etwas leichter zu verstehenden Fantasyfilm gefreut. Eventuell ist hier auch eine Erstsichtung zu wenig und der Film entfaltet sich erst beim 2. oder 3. mal schauen, für uns jedenfalls reichte eine einmalige Sichtung und die Disc wird wieder verkauft. Da halfen auch leider keine internationalen und guten Bewertungen- uns holte der Film leider nicht ab.BILD:Das real 4K Bild ist klasse, bietet es doch warme und satte Farben, unzählige Details und einen guten Schwarzwert, der leider in den nächtlichen Szenen Details verschluckt. Dazu gesellen sich Spitzlichter wie Scheinwerfer und ein starker Kontrast.TONVom DTS: X Ton hatte ich mir mehr erwartet. Die 2D Soundebene ist in Ordnung. Dialoge sind jederzeit glasklar und der Score verteilt sich schön im Raum. „Von oben“ kam aber leider wenig bis gar nichts aufregendes. Lediglich der Score wurde in die 3D Tonebene hochgehievt.Vielen lieben Dank fürs Durchlesen. Über einen Klick auf den „nützlich“ Button würde ich mich sehr freuen. :)