Story, Darsteller, epische Szenen und grandiose Bilder aus Afrika, 3 Stunden und keine Sekunde gelangweilt auch nach dem fünften Sehen. Einer der Klassiker schlechthin, Meryl Streep, Robert Redford und Klaus Maria Brandauer, bis in die Nebenrollen perfekt besetzt, dies gilt insbesondere auch für die indigenen Schauspielerinnen. Ein wirklich großer Film, vielleicht eine der größten.
"Jenseits von Afrika" erzählt die Geschichte der dänischen Schriftstellerin "KAREN BLIXEN", die 1914 mit ihrem Mann nach Afrika ausgewandert ist. Es handelt sich dabei um eine Teilbiografie, die die Jahre von 1913 bis 1931 zum Inhalt hat.Es geht darin um Abenteuer, Liebe, Enttäuschungen und Katastrophen, die die junge Frau in Afrika erlebt und meistert. MERYL STREEP spielt die junge Dänin wirklich sehr gut und authentisch. Wie sie an ihren Schicksalsschlägen wächst, sie wegsteckt und immer wieder aufsteht um sich in Kenia eine unabhängige Existenz aufzubauen, ist wirklich sehr beeindruckend.Auch ROBERT REDFORD (Denis Finch Hatton) und KLAUS MARIA BRANDAUER (Bror Blixen) sind richtig, richtig gut. Sie spielen ihre Rollen ganz fantastisch, sehr authentisch und glaubhaft - großes Kino!Man muss aber auch erwähnen, dass sie vom wirklich großartigen Drehbuch und der sehr sensiblen und einfühlsamen Regie von SYDNEY POLLACK profitieren. Dieser hat die sehr wehmütig Geschichte in ganz tolle Landschaftsbilder gebettet, die die Atmosphäre des kolonialen Afrika wundervoll einfangen. Darin gehen dann auch die Darsteller voll auf am Ende kam dann eben dieses wundervolle Melodram bei raus.Völlig zu Recht wurde SYDNEY POLLACK 1986 dafür mit den Oscars für die beste Regie und den besten Film ausgezeichnet. Insgesamt wurde "Jenseits von Afrika" 11 mal nominiert und in 7 Kategorien dann auch ausgezeichnet. Großer Verlierer war damals der Film " Die Farbe Lila", mir WHOOPIE Goldberg, der ebenfalls 11 mal nominiert war, aber keine einzige Auszeichnung erhielt. Sehr schade, denn der ist auch richtig klasse.Mein Fazit: "Jenseits von Afrika" ist ganz großes Kino, ein zeitloser Klassiker, den man sich immer wieder ansehen kann. Ich finde, dass er in all den Jahren kein bisschen Staub angesetzt hat, er ist immer noch ergreifend und bewegend - einfach ei. Toller Film!