★★★★★
k.A.
14.06.2026
ean-shopping.de
Die Geschichte ist überraschend und fesselnd, aber der Einstieg mit der verstörenden Entdeckung ist etwas zu brutal für meinen Geschmack. Insgesamt ist es eine mittelmäßige Erfahrung, die man aber für den Thriller-Fan lesen kann.
★★★★★
k.A.
14.06.2026
ean-shopping.de
Ein spannender und fesselnder Einstieg in die Geschichte, der die Leser sofort in die bizarre Welt von Robin Ellacott zieht, allerdings gibt es an einigen Stellen eine etwas zu schnelle Entwicklung der Handlung.
★★★★★
k.A.
14.06.2026
ean-shopping.de
Interessant!
Endlich ist er da, der lange erwartete dritte Band der Reihe um den Londoner Privatdedektiv Cormoran Strike und seine Assistentin Robin Delacott. Da ich nicht auf die deutsche Übersetzung warten wollte, habe ich das Buch im englischen Original gelesen. Das ist problemlos möglich, Robert Galbraith aka J. K. Rowling schreibt ein nicht zu komplexes Englisch, das den einigermaßen geübten Leser sicher nicht überfordert.Hier nun meine Eindrücke zu einigen wichtigen Aspekten des Romans:HandlungGleich zu Beginn von „A career of evil“ werden die beiden handlungstragenden Elemente des Romans vorgestellt: Robin, die eigentlich eine Postsendung mit Hochzeitsartikeln erwartet, bekommt ein Paket zugestellt, das ein abgetrenntes Frauenbein enthält. Der Plot pendelt in der Folge zwischen den Ermittlungen, die Cormoran Strike bezüglich des Frauenmörders anstellt, und den Vorbereitungen auf Robins Hochzeit und die damit verbundenen emotionalen Verwicklungen der Protagonisten hin und her. Der Kriminalfall ist etwas blutrünstig aber ziemlich spannend angelegt und obwohl ich schon relativ früh eine Ahnung hatte, welcher der drei Verdächtigen der Täter ist, hat mich die letztendliche Auflösung dann doch noch überraschen können.CharaktereSowohl Cormoran als auch Robin lernt der Leser in „A career of evil“ noch einmal deutlich intensiver kennen als in den beiden Vorgängerromanen. So erfahren wir einiges über Cormorans Stiefvater und den Tod seiner Mutter. Gleichzeitig wird auch das Rätsel gelöst, warum Robin ihr Studium der forensischen Psychologie abbrechen musste. Eine ganz neue Qualität nimmt dann aber vor allem die komplizierte Beziehung der beiden zueinander an, die im Zuge der anstehenden Hochzeit auf eine harte Bewährungsprobe gestellt wird. Der Schluss ist, sowohl was die Handlung als auch die Zukunft von Cormoran und Robin angeht, als Cliffhanger gestaltet, was naturgemäß unbefriedigend ist, aber in diesem Fall sehr viel Appetit auf mehr macht.StilRobert Galbraith bleibt ihrem schwarzhumorigen, realistischen Stil treu. Sie lässt sich Zeit, die Motivlagen der handelnden Personen ausführlich zu schildern und wechselt dafür auch innerhalb der Szenen die Erzählperspektiven. Das Spannungslevel bleibt dabei stets hoch, wird jedoch an einigen Stellen durch den Galbraith-typischen, schwarzen Humor aufgelockert, bei dem einem manchmal doch das Lachen im Hals stecken zu bleiben droht. Auch der Schauplatz London kommt nicht zu kurz, man könnte hier fast schon von einem Regiokrimi sprechen :-). Dieses Mal ist die Handlung jedoch nicht nur auf die Hauptstadt beschränkt, sondern spielt auch im nördlicheren England und in Schottland an Orten, die die Autorin augenscheinlich alle entweder selbst besucht hat oder aus eigener Erfahrung gut kennt.BesonderheitenDer Roman widmet sich unter anderem einem Thema, das ich so noch nie in der Unterhaltungsliteratur angetroffen habe, nämlich Menschen, die an dem zwanghaften Wunsch leiden, sich ein Körperteil zu amputieren. Galbraith führt uns ein in die Subkultur darauf spezialisierter Foren und stellt uns auch zwei Betroffene vor. Deren Konfrontation mit dem tatsächlich amputierten Cormoran Strike gehört zum spannendsten, was ich in den letzten Jahren lesen habe dürfen.FazitKein atemloser Pageturner, sondern ein spannender, unglaublich gut geschriebener Krimi mit Figuren aus Fleisch und Blut, der die Cormoran-Strike-Serie würdig fortsetzt und Lust auf mehr macht.
Der dritte Fall für Strike und Robin und wie das mit einer Reihe so ist, empfehle ich, mit dem 1. Fall zu beginnen. Denn in den Büchern von Robert Galbraith geht es nicht nur um die Entlarvung eines Mörders sondern auch um die persönlichen Zwickmühlen, in denen die Protagonisten stecken. Und bei Strike und Robin sind das nicht wenige. Sie nehmen einen breiten Raum in der Geschichte ein, was ich gut finde, da ich beide mag. Allerdings frage ich mich manchmal, warum Robin scheinbar so gar keine Entwicklung durchlebt. Sie wirkte auf mich anfangs viel selbstbewusster, kann aber mit Kritik ihres Chef recht schlecht umgehen und nimmt diese viel zu persönlich, womit Fehlinterpretationen auf der Tagesordnung stehen. Trotzdem hat es wieder Spaß gemacht (Kann man von Spaß reden, wenn man einen Krimi liest?), die beiden auf ihrer Verbrecherjagd zu begleiten. Auch dieses Mal bin ich froh, dass Strike und Robin die Ermittlungen führten, da ich nicht auf die Spur des Täters gekommen wäre, obwohl es an heißen Fährten nicht mangelte. Die Liste der Verdächtigen war mal gut gefüllt, dann wieder völlig leer. Die Detektive müssen in so manche menschliche Abgründe schauen und oft hilflos zusehen, wie Menschen ihr Leben zerstören lassen oder dies selbst in die Hand nehmen.Die Bücher von Robert Galbraith schätze ich aufgrund ihrer präzise ausgearbeiteten Charaktere und der detaillierten Schilderung der Ermittlungsarbeit. Zwar mangelt es den Fällen nicht an Action, diese hält sich aber dezent zurück, so dass die Handlung schlüssig und glaubhaft ist.