★★★★★
k.A.
28.05.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist ein wahrhaft großartiges und fesselndes Leseerlebnis, das mich von der ersten bis zur letzten Seite packt. Die Geschichte ist unglaublich gut geschrieben und bietet tiefgründige Einblicke in komplexe menschliche Beziehungen.
★★★★★
k.A.
28.05.2026
ean-shopping.de
Jonathan Franzens "The Twenty-Seventh City" ist ein absolut faszinierendes und meisterhaftes Buch, das mich von der ersten Seite an in eine tiefe und komplexe Welt entführt. Die Geschichte ist meisterhaft geschrieben und bietet eine unglaubliche Bandbreite an menschlichen Erfahrungen und gesellschaftlichen Beobachtungen.
Die 27. Stadt, das ist St. Louis, Missouri. Es ist die 27. größte Satdt der USA und war vor gut hundert Jahren einmal die viertgrößte. Das ist die Ausgangslage von Franzens Polit-Story um Intrigen und Machtkämpfe in einer langsam sterbenden Stadt, deren Inner City - wie in vielen anderen amerikanischen Großstädten auch - ausgestorben oder von den unteren sozialen Schichten bevölkert ist. Die wohlhabenden Reichen sind ins County - ins Umland - geflohen. Eine neue Polizeichefin, aus Indien stammend, will dies ändern und die große Industrie und die wichtigen Entscheider in Wirtschaft (und somit auch Politik) wieder in die Stadt holen: Ein "merger", eine Fusion also zwischen Stadt und Umland wird angestrebt. Es gibt das Pro-Lager um die selbstbewußte, burschikose und skrupellose Polizei-Chefin Jammu und das Contra-Lager um den Baumagnaten Probst, einem tadellosen Bürger, der nicht raucht, trinkt, fremdgeht.Das alles beschreibt Franzen unglaublich akkurat, der Leser mag es schon an manchen Stellen gar nicht mehr als Fiktion wahrnehmen, aber dieses Mächtespiel mit unglaublich vielen handelnden Figuren und Nebensträngen bleibt von Anfang an unübersichtlich (was es in der Realität des Romans ja auch sein soll). Das Manko für mich als Leser: Ich muss meinen Willen unglaublilch anstrengen, mich konzentrieren, um über die ersten 100, 150 Seiten in das Buch hineinzufinden (es hat 520 Seiten) und auch danach wird es nicht wirklich leichter. Nichts gegen anspruchsvolle Lesekost, aber hier wird viel Insider-Geschwafel wiedergegeben, das in der ausgewalzten Länge und Detailiertheit dem Leser nichts bringt. So war mein Wunsch eher, das Buch möge bald zu Ende sein, nicht, es möge noch länger so weiter gehen.FAZIT: "27th city", vor den famosen "Corrections" geschrieben, kommt an diese nicht heran, ist aber eine allemal lesenswerte Studie über die MAchtkämpfe um Einflussnahme auf politische Entscheidungen - nicht auf internationaler Ebene, sondern in einem überschaubaren Rahmen: der 27. Stadt, St. Louis, Missouri.