Mein erster Banks - aber sicher nicht der Letzte!Eigentlich benötigte ich unterwegs nur eine neue Reiselektüre; dass das mehr od. weniger zufällig ausgewählte Buch so spannend und nicht mehr zum aus der Hand legen sein würde habe ich nicht erwartet.Für Leser mit guten Englischkenntnissen geeignet. Das Buch ist nicht schwer zu lesen, sollte aber nicht das erste englische Buch sein über das man sich stürzt. Durch die vielfach verknüpften Handlungsstränge und die kriminalistische Aufrollung des Falles sollte man die Zusammenhänge schon logisch verfolgen können.Ein schöner Schreibstil, sympathische Hauptperson, interessante Erzählungen, spannende Kriminalistik - ein Krimi wie man ihn sich nur wünschen kann.
In diesem Band der Reihe um Inspector Banks geht Peter Robinsons Taktik, seinen Helden mit einem opulenten Provatleben auszustatten, mal wieder auf: Diesmal ist es sein neureicher Bruder, der in Schwierigkeiten zu stecken scheint, so dass Banks ihm nach London zur Hilfe eilt. Was sich daraus entwickelt, ist wieder mal Krimispannung auf höchstem Niveau. Ich kann die gesamte Reihe nur jedem Fan von Kriminalliteratur wärmstens empfehlen.Warum nur vier Sterne? Ich finde, Peter Robinsons Fälle sind dann am besten, wenn sie sich in dem Milieu bewegen, das er am besten kennt. Und das ist das ländliche Leben der Menschen in den Yorkshire Dales. Hier versucht der Autor ganz offensichtlich, auch politisch eine Aussage zu treffen, aber Menschenhandel und die Verhältnisse in Osteuropa sind etwas, das man sich nicht nur aus ein paar Büchern anlesen kann. Im ansonsten akribisch bis zur letzten Schraube (oder Akte) beschriebenen Polizeiarbeit fallen diese Exkurse irgendwie heraus und haben mich etwas genervt, zumal die Fakten nicht ganz passen.Dennoch spannende und empfehlenswerte Lektüre, die in Anspruch und psychologischer Tiefenschärfe weit über einen "normalen" Krimi hinausgeht.