Werner J. Egli hat es wieder einmal geschafft. Die Geschichte heisst zwar "Im Bannkreis des Grünen Jaguars", aber es ist Egli selbst, der mich mit seinen Büchern immer wieder in seinen Bann schlägt. In dieser fast mystischen Abenteuergeschichte führt er uns mit einer Expedition in das untergegangene Reich der Maya. In einer verbotenen Tempelstadt, über die ein tödlicher Fluch lastet, soll sich ein legendenumwobenes Jade Amulett des Jaguas befinden, durch das die Maya ihre einstige Macht zurückerhalten sollen. Es ist aber nicht nur Ellis Vater, der dieses Amulett sucht, auch einige verruchte Dschungelbanditen und Grabräuber sind dem Geheimnis auf der Spur. In den Dschungeln von Mexiko und Guatemala trifft Elli den jungen Maya Cobá. Obwohl Cobá ihr als Mensch begegnet, ist Elli sich seiner nicht ganz sicher, denn es könnte sich bei ihm auch um ein Way-Wesen handeln, einen der Maya Schutzgeister, der ihr manchmal als Jaguar begegnet. Egli versteht es, die heutige Realität und die unheimliche Geisterwelt der Maya so eng ineinander zu verflechten, die wir ihr beim Lesen nicht mehr entrinnen können. Doch hier entsteht zu meiner Freude nicht eine Fantasy Welt mit hässlichen Zwergen und feuerspeienden Drachen. Es ist unsere Welt, von der Egli erzählt. Und er tut dies in seiner unnachahmichen Art. Das Buch habe ich inzwischen ausgelesen, aber die Geschichte spukt noch immer in meinem Kopf herum. Das schafft ausser Egli sonst kaum einer.