Der Untergang der Habsburgermonarchie war auch für die Weinkultur in Mitteleuropa eine Zäsur:
Nach 1918 zerschnitten staatliche Grenzen zusammenhängende Anbaugebiete politische
Umwälzungen zogen die Weinwirtschaft in Mitleidenschaft die Umstellung auf neuzeitliche
Weinbaumethoden kam nur langsam voran. Am Ende des Zweiten Weltkriegs bedeuteten Flucht und
Vertreibung der deutschsprachigen Minderheiten vielerorts das Ende einer jahrhundertealten
Weintradition. Ob heute in Mitteleuropa wohl neue regionale Identitäten entstehen die alte
Weinkulturräume wieder miteinander verbinden? Daniel Deckers begibt sich auf eine Spurensuche
von Nordböhmen über Südmähren die Kleinen Karpaten und Wien das Burgenland die
österreichische und slowenische Steiermark bis nach Südtirol und ins Trentino.