★★★★★
k.A.
18.07.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist ein faszinierendes und sehr unterhaltsames Erlebnis, das mich zum Weiterlesen animiert. Die Art und Weise, wie die Informationen präsentiert werden, ist wirklich brillant und begeisternd.
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Über Loriot, alias Bernhard-Viktor Christoph Carl von Bülow, muss ich heutzutage wohl nicht mehr allzu viel erzählen. Jeder Mensch über 15 und unter 115 Jahren kennt den deutschen Humoristen, der im Jahre 2011, 87jährig, leider verstarb. Seine Werke, wie Gedichte, Geschichten, Zeichnungen, Cartoons, Filme und Fernsehsendungen, werden in Deutschland sicherlich nicht vergessen - ja viele seiner Aussprüche sind inzwischen zum Kulturgut geworden.In ein paar Jahren könnte es sein, wieder mehr über die Person Loriots erklären zu müssen, wo doch heute Jugendliche nicht einmal mehr wissen, wann die Mauer gefallen ist. Das wäre Loriot niemals passiert.Zum Buch:Im vorliegenden Buch sind einige seiner Interviews gesammelt und veröffentlicht worden. Ob bei Gero von Boehm, dem Spiegel oder bei der Beantwortung eines Fragebogens – seine Lebensthemen durchziehen Loriot.Er spricht über seine Familie, dabei insbesondere seinen Vater, über Preußen und dessen geschichtliche Dimension, über seine Leidenschaft zu wagnerianischer Musik, deutschen Humor und das Alter. Insgesamt eine ganz schöne Bandbreite.In seinen Antworten schimmert immer wieder ein kleiner Schelm durch, ohne dabei die Ernsthaftigkeit eines Themas zu verraten. Schon allein dafür bewundere ich Loriot. Gerade in seinen späteren Lebensjahren eignete sich Loriot eine Gelassenheit an, die der moderne Mensch nur bewundern kann. Und zwischen den Zeilen erfährt man mehr über den Menschen Loriot, als der Interviewer erfragen konnte. Toll, Sprachlich, wie humoristisch.Warum dann keine 5 Sterne? Im Buch gibt es einige Dopplungen, z.B. von Interviewfragen. Mir ist klar, dass nicht jeder Interviewer andere Fragen stellen kann (außer Gero von Boehm vielleicht), aber die Antworten darauf dann mehrfach lesen zu müssen, kann anstrengend sein. Zudem halte ich dieses Buch wegen eben dieser Dopplungen für aufgeblasen und damit auch für leicht überteuert. Sorry Diogenes.Erfreulich bleibt für mich dennoch festzustellen, wie Loriot der Hektik des Lebens begegnete. Immer beobachtend, analysierend und dabei die Ruhe ausstrahlend, die ihn in seinen späten Lebensjahren so auszeichnete. Und immer mit einem Augenzwinkern.Fazit: Manchmal möchte man einfach nur so sitzen. Und seinen Gedanken nachhängen. Danke Loriot.