★★★★★
k.A.
29.04.2026
ean-shopping.de
Ein interessantes und nachdenkliches Buch, das zum Nachdenken anregt, auch wenn es thematisch etwas abstrakt ist. Die Darstellung der persönlichen Entwicklung ist sehr gelungen.
★★★★★
k.A.
29.04.2026
ean-shopping.de
Die Darstellung ist sehr nachdenklich und tiefgründig, auch wenn der Bezug zu Klimaanlagenwartungen etwas ungewöhnlich ist. Die Botschaft über Selbstreflexion ist sehr stark und gut umgesetzt.
Lori Gottlieb ist Psychotherapeutin und erzählt in ihrem Buch von ihrer eigenen Therapie nach einer schmerzhaften Trennung und ihren Erfahrungen mit Patienten und deren Therapie bei ihr.Ihr Freund verlässt sie überraschend nach zwei Jahren, weil er frei sein möchte und seinen Alltag nicht mehr mit Kindern verbringen möchte. Lori ist fassungslos, schließlich weiß ihr Freund seit Beginn ihrer gemeinsamen Beziehung von ihrem achtjährigen Sohn Zach. Sie trauert so sehr, dass sie selbst beschließt, in Therapie zu gehen. Ihr Therapeut bestätigt ihr aber nicht wie erhofft, dass ihr Freund sich daneben benommen hat. Statt dessen merkt sie in der Therapie, dass ihr Freund und sie beide Vieles nicht ausgesprochen haben, um nicht sehen zu müssen, dass es zwischen ihnen doch nicht passt. Und sie muss auch feststellen, dass der Schmerz so groß ist, weil sie eigentlich um etwas viel Größeres trauert. Ihr Therapeut hilft ihr dabei, in ihrem Leben das Ruder wieder selbst in die Hand zu nehmen.Und dann sind da noch die Geschichten ihrer vier Patienten: John, der ebenso erfolgreiche wie nervige Drehbuchautor, der lernen muss, mit Verlusten in seiner Vergangenheit umzugehen. Julie, die eigentlich mit ihrem geliebten Mann Matt eine Familie gründen wollte und nun mit einer Krebserkrankung kämpfen muss. Charlotte, der in ihrer Kindheit verlässliche Bindungen gefehlt haben und die nun mit Alkohol- und Beziehungsproblemen zu kämpfen hat. Die fast siebzigjährige Rita, die sich dafür bestrafen will, dass sie für ihre vier Kinder nicht ausreichend gesorgt hat und sich deshalb keine neue Beziehung zu ihrem neuen Nachbarn Myron zugesteht. Die Geschichten berühren und spiegeln eigene Ängste und Sehnsüchte wieder. Und am Ende sieht man bestätigt, was Lori eingangs über ihre Arbeit als Therapeutin feststellt: Man muss jeden Menschen mögen, sobald man ihn ausreichend kennt. Selbst der nervige John hat schließlich einen sehr weichen und verletzlichen Kern. Die Autorin erzählt sehr offen und anschaulich und gibt dabei immer wieder sehr interessante Einblicke in die Arbeit eines Therapeuten. Man merkt, dass auch Therapeuten nur Menschen sind und wie wichtig das Wechselspiel zwischen Patient und Therapeut ist.Für alle an Psychologie Interessierte ein absolutes Muss.Ein wenig hat mich die teils amerikanisch gefärbte Erzählweise gestört. So ist bspw. John Drehbuchregisseur einer bekannten Soap, in der plötzlich auch eine Therapeutin auftaucht ....