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Dr. Rudolf Sanders - partnerschule.de
07.11.2024
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Alle Veröffentlichungen von Bodenmann zeichnen den engagieren Wissenschaftler und Empiriker aus. Angesichts der ausgesprochen negativen Auswirkungen auf die Betroffenen und auf deren Kinder ist es ihm ein Anliegen, wissenschaftliche Erkenntnisse zur Verfügung zu stellen, damit eine Ehe, damit eine Familie ein Ort wird, an dem Menschen sich wohlfühlen und gedeihen können. Von dieser Haltung ist auch das vorliegende Buch durchdrungen. Es richtet sich ganz bewusst an Paare, die auf der Suche sind, ihre Beziehung gelingen zu lassen. So widmet er sich dem Thema Stress als dem häufigsten Grund für das Ende einer Ehe in westlichen Industriestaaten. Denn unter Stress vernachlässigt man die Pflege der Liebe. Man nimmt sich zu wenig Zeit füreinander, wird unachtsam, verliert Positivität, ignoriert eigene Bedürfnisse und die Bedürfnisse des anderen. Stress macht egozentrisch, intolerant und dominant. Man sieht nur sich, seine Bedürfnisse und verliert das ganz aus den Augen.So ist das Buch gute Psychoedukation, wenn es darüber aufgeklärt, dass Stress nicht negativ sein muss sondern ganz im Gegenteil eine stimulierende Wirkung haben kann. Diese entfaltet sich dann, wenn problematische Situationen als Herausforderung und nicht als Bedrohung, Verlust, Schädigung oder Provokation erlebt werden. Um dieses so verstehen zu können, wird etwa auf die Wirkmächtigkeit persönlicher Konstrukte, als Lernerfahrungen aus Kindertagen, hingewiesen. Wer zum Beispiel als Kind nicht die Erfahrung machen konnte, wertvoll zu sein, kann nur schwer einen gesunden Selbstwert aufbauen. Diese Tatsache durch Psychoedukation zu wissen ermöglicht dann, sich auf Übungen, die in dem Buch vorgestellt werden, einzulassen und vielleicht seine problematischen Erwartungen in realistische zu verändern.Ein Buch, dass ich allen Paaren dringend ans Herz lege, die um ihre Beziehung ringen, um ihrer selbst und besonders auch um ihre Kinder willen.Dr. Rudolf Sanders, partnerschule.de