★★★★★
k.A.
30.04.2025
ean-shopping.de
Wir haben das Buch bekommen und die Papierqualität wirkt solide. Die Bindung hält den Druck gut, auch wenn es etwas älter ist. Beim Durchblättern ist alles gut lesbar. Für unsere Lesestunden ist es eine akzeptable Bereitstellung.
★★★★★
k.A.
08.02.2025
ean-shopping.de
Die Druckqualität ist insgesamt akzeptabel, der Text ist gut lesbar. Der Zeilenabstand ist angemessen für das Lesen.
★★★★★
k.A.
22.11.2024
ean-shopping.de
Das Buch kam gut verpackt an und der Einband ist in einem ordentlichen Zustand. Die Seiten sind sauber und die Bindung wirkt solide. Es ist eine passende Größe für mein Wohnumfeld.
Wer kennt ihn nicht, den Literaturnobelpreisträger von 1972, Heinrich Böll (1917-1985)? Wer an ihn denkt, denkt an „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ oder an „Ansichten eines Clowns“. Doch Heinrich Böll hat auch zeitlebens Lyrik geschrieben. Nicht als bloßen Zeitvertreib oder als Nebensache. Nein, man muss viele dieser Gedichte, die ab 1936 entstanden sind, als eigenständigen Bestandteil seines Schaffens sehen.Bölls Lyrik ist selten liebesschwülstig. Im Gegenteil, zahlreiche Werke muten militärisch, martialisch an. So gemahnt das Gedicht „Preußentum“ aus 1938 mit seinem „Ra Ta, Tra Ra, Ra Ta Ta! ... Romm, Bomm, Bomm“ an jene Geräusche, die wenige Jahre später zum Alltag gehören werden - die Geräusche des Todes durch Gewehrfeuer.Es ist René Böll, dem Sohn und Nachlassverwalter, von Heinrich Böll zu verdanken, diese Gedichte lesen zu dürfen.Ich gebe ja zu, dass Lyrik nicht zu meinen bevorzugten Genres zählt. Doch diese Experimente der Sprache erinnern an Christian Morgenstern oder Ernst Jandl, die gerne gelesen habe.Fazit:Gerne gebe ich dieser mir bislang unbekannten Seite von Heinrich Böll 5 Sterne.
Heinrich Böll – Ein Jahr hat keine Zeit: GedichteIn dem Gedichtband „Ein Jahr hat keine Zeit“ lernen wir Heinrich Böll noch einmal von einer ganz anderen Seite kennen. Fernab von seinen Prosatexten wie „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“, „Ansichten eines Clowns“ oder „Gruppenbild mit Dame“.Insgesamt ein interessanter und umfassender Eindruck, den man von Bölls lyrischen Werken bekommt.Mit seinen Gedichten lässt er ganz andere Facetten erkennen. Ein Genre, in dem er sich ebenfalls zu Hause zu fühlen schien – so kommt es bei mir an. Die Gedichte lesen sich flüssig im Takt, beinahe, als hätte er das schon immer gemacht. Und das hat er in gewisser Art und Weise auch. Die lyrischen Texte reichen von 1936 – 1985. Lyrik aus seinen jungen 20ern bis zu seinem Tod.Sein lyrisches Ich verleiht seiner (protestreichen) Meinung deutlich Ausdruck:Themen sind in den frühen Jahren zunächst u.a. antimilitärisch, die NS-Kritik, Empathie für viele verschiedene „Randgruppen“ (u.a. „Vagabunden“, „junge Dirnen“) und die Ungerechtigkeit gegenüber derer.In seinen späteren Gedichten, widmet sich das lyrische Ich der Stadt Köln (der Veränderung nach dem Krieg, den wuchernden Lebenshaltungskosten – schon damals!), der Kritik an der katholischen Kirche und der Kritik am Kalten Krieg/ den Bundeswehreinsätzen – spricht über die unnützen Toten.Die abschließenden Gedichte sind zum Teil welche, die Böll privat für Freunde/ Familie geschrieben hat, z.B. zum Geburtstag, häufig jedoch mit aktueller Thematik.Jochen Schubert und Dr. Gabriele Ewenz setzen die Gedichte zum Schluss noch einmal in einen zeitlichen/ biografischen Kontext – in zwei Etappen. Danach wird jedes Gedicht noch einmal datiert und wenn Informationen vorhanden, in einen eigenen Kontext gesetzt.Eine tolle Ergänzung in dem Lyrikband sind die Faksimiles. Wir erhalten in Form von fotografischen Reproduktionen eine Idee davon, wie Heinrich Böll geschrieben hat (bzw. welche Urformatierung die Gedichte hatten, als sie für den Band gesammelt wurden). Mal sehen wir ein Gedicht komplett handschriftlich geschrieben, mal abgetippt und handschriftlich bearbeitet. Spannend!