★★★★★
k.A.
24.07.2026
ean-shopping.de
Ein sehr interessantes und informatives Buch über den triumphalen Aufstieg der Säugetiere, das die große Chance nach dem Aussterben der Dinosaurier beleuchtet. Es ist eine gute Lektüre für alle, die sich für das Thema interessieren.
Für Interessierte an der Entwicklungsgeschichte ist dieses Buch sehr schön zu lesen, nicht so trocken. Es fängt bei den Vorfahren der Säugetiere im Perm an. Die Entwicklung bestimmter Säugetierarten wird besonders beleuchtet, z. B. der Wale. Auch der Mensch ist dabei, nimmt aber nicht mehr Platz ein, als andere Tierarten. Ich fand das Buch sehr unterhaltsam, habe mir nun auch das Dinosaurierbuch gekauft.
Ich habe von Steve Brusatte bereits "Aufstieg und Fall der Dinosaurier" gelesen, einen unterhaltsamen Überblick über das Zeitalter der Dinosaurier. Inzwischen hat er auf Säugetiere umgesattelt und seine Begeisterung für sein neues Fachgebiet ist hier spürbar. Denn auch wenn frühe Säugetiere auf den ersten Blich weniger spektakulär wirken als Dinosaurier, haben sie doch so einiges zu bieten und längst nicht nur ein Schattendasein geführt.Ihren Ausgang nimmt die Darstellung in einem Sumpfwald des Karbon, wo sich die Linie der Synapsiden, die später zu den Säugetieren führen sollte, von jener der Diapsiden, der Reptilien, trennte. Danach wird die weitere Entwicklung im Lauf der verschiedenen Zeitalter bis in die Gegenwart beschrieben, erklärt, wann und wie sich die Merkmale herausbildeten, welche charakteristisch für die Säugetiere sind, und die Evolution einiger besonders wichtiger, ungewöhnlicher oder charismatischer Spezies verfolgt.Es ist dabei spannend zu beobachten, wie sich ändernde Umweltbedingungen, insbesondere Klimaveränderungen, oder auch das Zusammenspiel verschiedener Lebensformen immer wieder zu neuen Anpassungen und Entwicklungen führten.Auch die Erläuterungen dazu, wie die jeweiligen Erkenntnisse gewonnen wurden, einschließlich Einblicken in den Arbeitsalltag der Paläontologen, sind interessant, Allein, wie viel man aus ein paar Jahrmillionen alten Zähnen ableiten kann ...Das Buch hat jedoch auch Schwächen: Zunächst tendiert der Autor zu sehr dazu, seinen tierischen Akteuren bzw "der Evolution" einen Willen oder ein Ziel zu unterstellen. Auch wenn dies sicher seiner blumigen Ausdrucksweise geschuldet ist und er selbst die tatsächliche Funktionsweise der natürlichen Selektion zumindest andeutet und beispielsweise betont, dass die Evolution nicht vorausplant, wären andere und weniger irreführende rhetorische Mittel besser gewesen.Weiters haben sich doch einige Fehler in den Text eingeschlichen (wobei ich teilweise nicht beurteilen kann, ob diese bereits im Original vorhanden waren oder der Übersetzung entstammen). Wenn beispielsweise Krokodile als Amphibien (Seite 111) oder Pandabären als Beuteltiere (Seite 258) bezeichnet werden.Dennoch kann ich dieses Buch allen an Paläontologie und Evolution Interessierten empfehlen.Im Anhang finden sich außerdem zahlreiche weiterführenden Literaturhinweise, sowohl Originalveröffentlichungen wichtiger Forschungsergebnisse als auch populärwissenschaftliche Werke. (Leider ist beides Großteils nur auf Englisch verfügbar.)
Für 22,35 ein Mängelexemplar? Finde ich nicht gerechtfertigt. Da ich aber an Weihnachten nicht mit leeren Händen dastehen möchte, schicke ich es nicht zurück