Nachdem ich von Jenny Colgan bereits die Mount Polbearne - und die Mure - Reihe verschlungen habe, habe ich mich auf ihre neue Reihe, die "Happy Ever After" Reihe, sehr gefreut.Den Beginn macht Nina mit ihrem Bücherbus. Nachdem die Bücherei, in der Nina in Birmingham arbeitet, geschlossen werden muss, kann Nina es nicht ertragen, dass Bücher weggeworfen werden könnten. So nimmt sie spontan viel zu viele Bücher mit und beschließt eine mobile Buchhandlung in einem Lieferwagen zu eröffnen. Durch diesen Lieferwagen verschlägt es sie nach Schottland. Mir hat die Idee mit der mobilen Buchhandlung sehr gefallen, und beim Lesen habe ich selbst Lust auf einen eigenen Bücherbus bekommen, mit dem man herumfahren und Leute mit Büchern glücklich machen kann.Auch der Handlungsort, Schottland, hat mir sehr gefallen. Die Landschaft wurde bildlich beschrieben, so dass man sich beim Lesen direkt nach Schottland versetzt fühlen konnte. Ich habe Ninas neues Zuhause gemocht, die Leute wurden sehr liebenswert dargestellt. Und sehr authentisch.Ich habe mit "Wo das Glück zu Hause ist" schöne Lesestunden verbracht und mich ein bisschen wie im Urlaub gefühlt. Dafür gebe ich gerne 5 von 5 Sternen und freue mich auf den zweiten Band der Reihe.
Die Protagonistin Nina erfüllt sich ihren lang gehegten Traum einer Buchhandlung. Allerdings muss sie dafür ins kalte Schottland ziehen und lernen, mit einem großen Ungetüm (ihrem Bücherbus) zu fahren. Doch nach und nach meistert sie die Herausforderungen und lebt sich sehr gut in ihrer neuen Heimat ein.Mir gefällt besonders der Wandel der Protagonistin von der schüchternen zur durchsetzungsfähigen, mutigen Frau.An einigen Stellen musste ich herzhaft lachen, da die Autorin auf Handlungsstränge gekommen ist, die ich mir niemals hätte ausmalen können. Das Cover gefällt mir außerdem sehr gut, da es sich von der Masse abhebt und auffällig gestaltet ist.Dieser Roman hat mich gefesselt, sodass ich ihn in nur wenigen Stunden komplett durchgelesen hatte, ich kann ihn daher nur jedem empfehlen, der für eine gewisse Zeit abschalten und sich die Zeit mit einer schönen Geschichte vertreiben möchte.
Nina ist Bibliothekarin in Birmingham, verliert jedoch aufgrund von Einsparmaßnahmen und Schließungen ihrer Anstellung. Die Aussicht auf eine neue Arbeit in dem Bereich sind schlecht, weshalb Nina ins Grübeln gerät und ihren Traum einer eigenen Buchhandlung verwirklichen möchte. Ohne Startkapital ist auch dieses Unterfangen schwierig, weshalb sich Nina kurzerhand einen Lieferwagen in den schottischen Highlands als mobile Buchhandlung zulegt und in dem kleinen Dorf Kirrinfief bleibt.Der Kontrast zur Großstadt ist groß, aber schnell beginnt sich Nina dort wohlzufühlen und genießt es, für ihre Kunden das passende Buch zu finden. Die Menschen sind aufgeschlossen und nehmen das Angebot des Bücherbusses gerne an. Dennoch fühlt sich Nina an den langen Abenden einsam und träumt von einem Mann an ihrer Seite. Mit dem hilfsbereiten Zugführer Marek tauscht sie romantische Botschaften aus, während sie sich mit ihrem Vermieter, dem kernigen Schafbauern Lennox, regelmäßig in die Wolle bekommt.Wird es für Nina ein "Happy Ever After" geben, wie sie ihre mobile Buchhandlung genannt hat? Darum dreht es sich in dem Auftakt der neuesten Romanreihe von Jenny Colgan."Wo das Glück zu Hause ist" ist ein Wohlfühlroman, der einen durch die bildhaften Beschreibungen von Landschaft, Klima und Traditionen anschaulich in die schottischen Highlands und die beschauliche fiktive Kleinstadt Kirrinfief versetzt. Nina ist eine sympathische Protagonistin, eine Träumerin, für die es keine größere Leidenschaft als das Lesen und ihre Bücher gibt. In Birmingham hat sie sich hinter ihren Büchern versteckt, während sie in Schottland aktiver am Leben teilnimmt und ihr durch die Arbeit als Selbstständige auch kaum noch Zeit zum Lesen bleibt. Sie schließt Kontakt mit den eigenwilligen Einwohnern, hat bald einige Stammkunden und ist Teil einer Gemeinschaft, die aufeinander Acht gibt.Die Leidenschaft für das Lesen und das Bedauern über das Aussterben von Büchereien ist auf jeder Seite spürbar. Dem Roman umweht ein Hauch von Nostalgie und vermittelt das Gefühl, das Bücher Halt geben und glücklich machen. Doch selbst Nina muss feststellen, dass Bücher allein nicht reichen und sich auch auf Anraten ihrer besten Freundin, der kecken Surinder, für Menschen öffnen und aufhören, sich in ihren Tagträumen zu verlieren.Auch wenn Nina mit sehr offenen Armen in Empfang genommen wird, viel Glück mit ihrem Bücherbus hat und das Leben auf dem Land im Vergleich zur Stadt allzu positiv hervorgehoben wird, hat mir die Geschichte dennoch über weite Teile gut gefallen. Die Liebesgeschichte ist vorhersehbar, hat aber zunächst ihren Reiz und auch dass neben dem Büchereisterben ernste Themen wie die Trennung, Neuanfänge und die Vernachlässigung von Kindern angesprochen werden, versucht dem Roman, der eine Hommage an Zusammenhalt, Freundschaft und natürlich (!) Bücher ist, eine gewisse Tiefe zu geben. Leider wird der Roman am Ende jedoch recht zäh und seicht. Nahezu alle Probleme lösen sich allzu leicht in Wohlgefallen auf. Der Liebesgeschichte fehlt am Ende Knistern und Romantik und wird stattdessen dramatisch in Szene gesetzt, um ein Happy End hinauszuzögern.Bis auf das etwas lieblose Ende ist "Happy Ever After" eine herzliche, unprätentiöse Geschichte, die neugierig auf die weiteren Bände in der Ortschaft Kirrinfief macht.