★★★★★
k.A.
06.07.2026
ean-shopping.de
Die Trilogie von John Dos Passos ist humorvoll und bietet interessante Einblicke in die amerikanische Erfahrung dieser Zeit, allerdings ist der Stil für manche Leser etwas schwer zugänglich.
★★★★★
k.A.
06.07.2026
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Diese US-Trilogie von John Dos Passos ist ein absolut großartiges und witziges Werk, das mich von Anfang bis Ende fesselt. Die satirische Perspektive auf die amerikanischen Gesellschaften ist unglaublich unterhaltsam und tiefgründig.
★★★★★
k.A.
06.07.2026
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Klassiker!
Die Rezension bezieht sich nur auf den 42. Breitengrad: Der Autor arbeitet mit einer Art Collagen-Technik, so dass vier unterschiedliche Darstellungsbereiche nebeneinander stehen. Zunächst einmal vier kurze, einschubartige Abschnitte: "Wochenschau", wo Liedtexte, Wochenschauberichte und Zeitungsausschnitte, häufig auch nur bruchstückhaft, nebeneinander gesetzt werden, um Zeitkolorit herzustellen; "Das Auge der Kamera" autobiografische Erinnerungssplitter, kurze Texte ohne Punkt und Komma, die durch die fehlenden Satzzeichen einen ganz eigenen poetischen Sound bekommen; Biografien von Personen aus der Zeit, die Dos Pasos für wichtig hält. Das Kernstück des Romans bilden die Lebensgeschichten von vier Protagonisten, die in unterschiedlicher Weise den amerikanischen Traum zu leben suchen. Mac, der Sozialist und Hobo, J. Ward Moorehouse der sich aus armen Verhältnissen zum gut situierten Politikberater hocharbeitet und zwei Frauengestalten, bei denen es auch um die Emanzipation in die Berufswelt geht, Janey, die Chefsekretärin und Eleanor, die eine Innenarchitekturfirma gründet. Diese Lebensgeschichten, die sich gegen Ende des Romans untereinander verzahnen, sind sehr packend geschrieben, wobei im Grunde jedes dieser Kapitel immer auch einen Abschluss darstellt.Ein Verdienst des Rowohlt Verlages diese Trilogie, einen Klassiker des modernen amerikanischen Romans, wieder in einer gelungenen neuen Übersetzung auf den Markt zu bringen.
1596 Seiten, drei Bücher in einem, Dünndruck – das schafft einen Dickebücherleser, wie mich, und ist doch zu schaffen. (Allerdings mit langer Pause nach Band 2.)Dass es sich um erstklassige Literatur handelt und sie richtig wichtig ist, wusste ich schon vor dem Kauf, verwiesen wird dann immer auf diese Textcollagen aus Nachrichten und Schlagern zwischen den einzelnen Episoden als Beleg hoher Kunst – ich finde die nervig und wenig hilfreich. Auch die zahlreichen Anmerkungen muss man nicht nachschauen, denn man versteht den Text auch so und die Anmerkung sind so knapp gehalten, dass sie kaum was erhellen. Das umständliche Nachhintenblättern ist kein Vergnügen und wieso das buch drei Lesebändchen hat mir unverständlich. (Meine Bibel hat nur zwei.)Aber:Die Bücher faszinieren, denn eine reale Zeit mit realen Menschen und ihrem Real Life erscheint beim Lesegenuß. Eine Epoche entblättert sich. Mir war unklar wie vielfältig etwa sozialistisches Leben in den USA war, wie die Kämpfe gegen Ausbeutung geführt wurden und ebenso so öfter verloren als gewonnen wie in Europa. Man kann den Fokus auch auf anderes legen beim Lesen, denn:Der Autor schreibt über normale Menschen, die versuchen das Leben zu meistern und weder großartig durchstarten, noch grandios scheitern, kein Psychopath taucht auf, keine Kindsmörderin, kein Held, kein Schurke, es geht um die Stinos = stinknormale Menschen und das ist faszinierend beschrieben und entwickelt. Man sieht die Menschen, man riecht mit, man hört mit. Das ist großartig, egal was die Literaturwissenschaft trompetet.Schwer an dem Klassiker ist nur sein reales Gewicht. Ihn in der Hand zu halten ist gewichtig.Also: keine Angst vor Klassikern. Dieser Wälzer tut gut, denn er schreibt von Menschen.