★★★★★
k.A.
12.05.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist ein absolutes Meisterwerk und eine wundervolle Reise in eine faszinierende Welt. Ich habe die Geschichte von Lyra Belacqua und dem Goldenen Kompass begeistert durchgesehen.
In einer Welt, die unserer so ähnlich ist und doch so anders ist, wächst Lyra unter lauter Wissenschaftlern im Jordan College in Oxford auf. Lyra ist ein neugieriger Wildfang und so verwundert es nicht, dass sie sich versteckt, um ein Treffen ihres Onkel Lord Asriel mit den Wissenschaftlern zu belauschen. Und was für interessante Dinge er berichtet! Von da an überschlagen sich die Ereignisse: Kinder, die niemand wirklich vermisst, werden aus Oxford entführt. Stecken dahinter die sogenannten Gobbler, von denen keiner weiß, wer sie sind und woher sie kommen? Was möchte die beeindruckende und wunderschöne Mrs. Coulter von Lyra? Und was hat es mit dem Staub auf sich, über den immer wieder gesprochen wird?Bald verdichten sich die Hinweise, dass die Antworten auf alle Fragen im Norden zu finden sind. Auf ihrem Weg dorthin muss Lyra viele Gefahren überwinden, findet aber dabei auch neue Freunde und lernt faszinierende Geschöpfe wie die panserbjørne und Hexen kennen. Immer näher kommt sie dabei Lord Asriel und doch ahnt sie bis zuletzt nicht, welch ungeheuren Plan dieser hat …MeinungDie Jugendbuch-Reihe der Jahrtausendwende? Die meisten Mitglieder meiner Generation würden wohl die “Harry Potter”-Reihe nennen. Fraglos eine sehr erfolgreiche Serie, die auch ich begeistert verfolgt habe. Nennen würde ich allerdings die “His Dark Materials”-Trilogie. Denn in dem Gewand einer Jugendbuch-Reihe steckt nicht nur wundervolle epische Fantasy, sondern auch eine Einladung, über viele Fragen nachzudenken. Man kann die spätestens in den Folgebänden nur schlecht verhohlende Abneigung des Autors gegen die Kirche kritisieren, aber ich empfand die Reihe als Heranwachsende als Erweiterung meiner Gedankenwelt.“Der goldene Kompass” entführt in eine Welt, die unserer in so vielen Dingen gleicht und doch so unterschiedlich ist. Am faszinierenden sind fraglos die dæmons, welche die manifestierte Seele ihrer Menschen in Tierform sind. Sie bleiben – von Ausnahmen abgesehen – immer in der Nähe ihres Menschen und sprechen im Normalfall nur mit ihm, auch wenn sie mit anderen Menschen und dæmons autonom interagieren können. Bis zum Jugendalter können sie ihre Gestalt wechseln, danach nicht mehr, was ein Sinnbild für den geprägten Charakter darstellt.Schon wenige Seiten genügen, um den Leser zu packen. Das nächste große Abenteuer ist immer nur ein paar Seiten weg und so fliegen die Seiten nur so durch die Hand. Lyra zu begleiten macht einfach Spaß, da sie ein kluger Kopf ist und sie sich dennoch ihre kindliche Unschuld bisher bewahrt hat. Doch neben den Beschreibungen aufregender Expeditionen und den Kennenlernen von großartigen neuen Freunden gibt es auch Szenen, welche sehr traurig sind. Sie kommen teilweise so harmlos daher und drücken einen das Herz ab, wenn man das Ende schon kennt. Sie kommen gänzlich ohne Blut aus und sind doch entsetzlich.Insgesamt ist es sicherlich kein Buch für die Kleinsten, aber durchaus für jüngere Jugendliche geeignet und bietet auch Erwachsenen jede Menge Denkstoff. Der Schreibstil könnte an manchen Stellen noch etwas besser sein und eins oder zwei Szenen verwundern ein wenig. Doch das stört alles nicht weiter und überhaupt sollte man diese Welt voller Wunder und faszinierender Wesen nicht verpassen! Nicht umsonst wurde die Trilogie mit zahlreichen Buchpreisen überhäuft.FazitEin Klassiker der Jugendbuch-Literatur, welche mit faszinierenden Ideen, fantastischen Wesen und einer tollen Heldin aufwartet!5 Sterne
Ich muß sagen es ist eines der besten Hörspiele die ich je gehört habe. Wenn man es hört, versinkt man direkt in die Welt der Darsteller und die Sprecher tragen sehr dazu bei. Es ist eine Grandiose Geschichte von Pullman und selbst wer die Bücher gelesen hat, sollte in die Hörspielversion hineinhören. Aber was soll das, nur einen Buchtitel der Geschichte zu vertonen, wenn man schon so tolle Sprecher bei der Hand hat und der erste Teil so großen Anklang findet. Weitere Produktionen sind nicht geplant, so die Antwort, als ich bei der Produktionsfirma nachfragte. Das selbe konnte man ja auch beim Film sehen. Alles halbherzige Sachen, die die Geschichte kaputt machen. Man hätte es ganz oder garnicht machen sollen . Ein Musterbeispiel wie man es richtig hätte machen können findet man bei "Herr der Ringe"!!! Da auch beide Trilogien gleiches Potential haben.
*"Der goldene Kompass" ist der erste Teil der "His Dark Materials"-Trilogie und gehört zu den aussergewöhnlichen Fantasy-Werken. Zudem geht es in eine ganz andere Richtung als "Der Herr der Ringe" ( weiß nicht, wie man darauf kommt, die beiden miteinander zu vergleichen, denn sie sind so unterschiedlich wie Feuer und Wasser! )Zwar greife ich gewöhnlicherweise lieber auf "Epische/High Fantasy" zurück ( Musterbeispiel: Der Herr der Ringe ) ... doch manchmal lese ich gerne auch spezielle Bücher aus diesem Genre, wie z.B. "Harry Potter", "Das alte Königreich" oder eben "His Dark Materials".Dies Buch ist kein Kinderbuch ... aber auch keines für Erwachsene ... es liegt irgendwo dazwischen und "springt" während des Lesens zwischen den beiden hin und her.Die Story ist recht düster ( wie in den späteren Potter-Büchern ), skurril wie die Romane von Daniel Handler alias Lemony Snicket ( "Eine Reihe betrüblicher Ereignisse" ) und hat stellenweise sogar was von "Narnia" ( auch wenn beide Werke sozusagen Gegenpole sind - worauf ich später noch zurückkommen möchte ).Die Geschichte spielt in einer Parallelwelt, die der unsrigen sehr ähnelt ( z.B. gibt es hier die selben Ortsbezeichnungen ). Die Zeit der Handlung könnte man irgendwo in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts einordnen ... aber das ist recht schwer zu sagen, denn jene Welt beinhaltet außer altmodischer und fremdartiger Technologie auch noch einige phantastische Elemente ( z.B. Dimensionstore, magische Wesen, versteckte Hexenclans und natürlich die tierischen Dæmonen ).Diese Welt wird dominiert von Wissenschaft ... ist jedoch eigentlich eine christliche Theokratie, in der die Kirche jede Institution kontrolliert. Jene Wissenschaft beruht zum Einen auf unseren physikalisch-chemischen Gesetzen, ist zum anderen Teil aber auch fremdartig.Ich vergebe diesem Band nur deshalb bloß 4 Sterne, weil er nicht ganz meinen Geschmack trifft ... für einen Fantasy-Roman gibt es mir hier persönlich zuviel merkwürdige Technologie und zu wenig "natürliche" Phantastik. Außerdem kommen mir einige Dinge etwas zu seltsam und albern daher ( z.B. der sprechende Eisbär, der in einer Metallwerkstatt Montagearbeiten verrichtet und sich nach Feierabend inner Kneipe betrinkt ). Aber das ist - wie gesagt - reine Geschmackssache!Wenn man von meinen persönlichen Vorlieben mal absieht, so hätte dieses Buch storymässig 5 Sterne verdient. Die Geschichte ist nämlich total abwechslungsreich, meist so gut wie unvorhersehbar, sowie völlig innovativ ( d.h. kein Abklatsch irgendwelcher bekannter Fantasy-Erzählungen ) Das Originellste dürften wohl die Dæmonen sein ( metaphorisch betrachtet stellen sie die Verkörperung der Menschenseelen dar - in tierischer Gestalt! )Allerdings geht es nicht selten auch makaber, eklig oder grausam zu ( z.B. gibt es einen extrem blutrünstigen Kampf zwischen Eisbären, das Verspeisen roher Innereien eines frisch erlegten Tieres oder das Experimentieren an Kindern durch ruchlose Wissenschaftler - mit tödlichem Ausgang! ) Das Buch würde ich daher lieber älteren Kindern und Jugendlichen empfehlen ( mindestens ab 10 Jahre aufwärts )Wenn man die gelegentliche Brutalität und Grausamkeit außen vor lässt, ist dies Buch auch schon deshalb nichts für die jüngeren Leser, weil es kein klares Gut & Böse-Schema enthält und dadurch schlicht und einfach zu kompliziert für diese ist. Die Bösen sind nämlich nicht böse im herkömmlichen Sinn ... also einfach um des Böse-Seins willen. Zumeist handeln sie aus den besten Absichten heraus und nicht ( nur ) aus reiner Machtgier! Leider macht sie ihre "der Zweck heiligt die Mittel"-Einstellung eben zu furchtbaren Charakteren!Ein weiterer Bedenkpunkt wäre noch, dass die Kirche hier in keinem guten Licht dasteht ( z.T. sind sie diejenigen, welche die "Bösen" - und damit auch ein repressives System - verkörpern ). Noch deutlicher hebt sich das in den folgenden Bänden ( besonders im dritten ) hervor. Genau deshalb steht die "His Dark Materials"-Trilogie im krassen Gegensatz zu den christlich geprägten Narnia-Chroniken.PS:Kleine Warnung! Das Ende von "Der goldene Kompass" ist relativ offen und zwingt einen regelrecht sich den zweiten Band zu beschaffen!