★★★★★
k.A.
16.06.2026
ean-shopping.de
Ein interessantes und tiefgründiges Werk, das die Geschichte von Stalingrad auf eine sehr bewegende Weise darstellt. Die Darstellung ist sehr fesselnd, wenn auch der Umfang etwas dichte ist.
★★★★★
k.A.
16.06.2026
ean-shopping.de
Die Zusammenstellung des Materials ist umfangreich. Der Schreibstil ist etwas fordernd, aber nach einer gewissen Zeit ist der Inhalt nützlich. Die Aufmachung und der Druck sind in Ordnung. Für Schüler, die sich intensiv mit diesem historischen Stoff auseinandersetzen möchten, kann dieses Buch eine Grundlage bieten. Es eignet sich gut für den Unterricht, wenn man die nötige Zeit für die Durcharbeitierung einplanen kann.
Antony Beevors Stalingrad-Buch ist ein akribisch recherchierter Bericht des Schreckens. Beevor erweitert für diesen Bericht das historiographische Instrumentarium. Denn die "Schlacht von Stalingrad wird man mittels einer Untersuchung der üblichen Art nicht angemessen nachvollziehen können" (Vorwort, S. 11). Weder ein rein militärhistorischer noch ein rein politikhistorischer Zugang wird der Sache gerecht. Beevor will im Kontext seiner historischen Erzählung der Ereignisse vor allem auch die "Erfahrungen der Soldaten beider Seiten" erschließen (ebd.), den Kriegsalltag.Und dazu hat Beevor Quellen aufgetan, die bisher Historiker weniger interessiert hatten, wie Kriegstagebücher und persönliche Tagebücher, Berichte von Kriegspfarrern, persönliche Schilderungen, Verhörprotokolle der Sowjets (nach der Perestrojka ganz neu zugänglich!) usw. Auch persönliche Gespräche des Autors mit Beteiligten gehören dazu, oral history, Geschichte von unten. Unvorstellbar, was die Menschen damals erleiden mussten. Unvorstellbar, was jeder Tag der Kriegswirklichkeit den Menschen abverlangt hat.Aber Beevor konnte auch neue Quellen für die konventionellen historischen Fragen auftun, vor allem die jetzt offenen Archive und Bibliotheken des ehemaligen Ostblocks. Auch hier ist nun manches präziser zu fassen.Die umfassenden Quellenstudien zeichnen das Buch ebenso aus wie der großartige Erzählstil des Autors. In bester angelsächsischer Tradition ist für ihn Geschichtsschreibung vor allem die Kunst, Geschichte anschaulich und dennoch verlässlich und getreu der Quellen zu erzählen. Dabei bleibt er immer fair, beschreibt die Ereignisse unparteiisch, zeigt sich durchaus persönlich entsetzt und menschlich bewegt über die "Geschichte voller Wahnsin, Mitleidslosigkeit und Tragik" (S.12), jedoch ohne moralisierenden Unterton.Hilfreich sind die Karten im Buch (auch wenn hier leider manche Orte fehlen, die im Text eine Rolle spielen), die Abbildungen, die beiden Anhänge (Auflistung der deutschen und sowjetischen Verbände mit Befehlshabern; die statistische Debatte über die Stärke der Sechsten Armee im Kessel) und das umfängliche Personen- und Ortsregister.Sicher: "Über eines allerdings kann es gar keine Diskussion geben. Die Schlacht von Stalingrad bleibt ein derart ideologisch aufgeladenes und symbolisch wichtiges Thema, dass das letzte Wort darüber auch in vielen Jahren noch nicht gesprochen sein wird" (S.13). Ein gewichtiges Wort hat Antony Beevor aber jetzt schon beigesteuert, gerade da, wo er der ideologischen Aufladung und der Symbolik den blanken Realismus des Erlebten entgegensetzt.
Ich muss dem Autor Zugute halten, dass er sehr viel Material gesammelt hat. Ich empfand den Schreibstil als sehr anstrengend, aber wenn man sich eingelesen hat, ein wertvoller Beitrag
★★★★★
Andreas Gerd Mania
29.05.2023
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Die Übersetzung scheint misslungen zu sein. Oder der Autor hat so einen verschwurbelten Schreibstil. Das Buch ist mühsam zu lesen, beim Lesen kommt kein Kesesfluss auf. Ich habe es aufgegeben. Ich habe keine Lust, jeden dritten Satz 2x zu lesen um ihn zu verstehen. Sicherlich historisch wertvolle Fakten. Aber grotik im Stil. Ich habe es genervt weg gestellt. Ohne es zu Ende zu lesen. Meine Erwartung an das Buch war anders.