★★★★★
k.A.
04.06.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist eine faszinierende und tiefgründige Reise in die Zeit von Max Planck und seine bahnbrechenden Entdeckungen, ich war absolut begeistert von der Erzählung. Die Darstellung der historischen und wissenschaftlichen Tiefe ist hervorragend umgesetzt.
★★★★★
k.A.
04.06.2026
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Ein faszinierendes und tiefgründiges Porträt von Max Planck in einer kritischen historischen Epoche, das sehr gut recherchiert ist. Allerdings ist die Darstellung der wissenschaftlichen Details für Laien etwas dicht.
Ich habe das Buch mit großer Begeisterung gelesen. Da der Autor verwandschaftlich mit Max Planck verbunden ist, hatte er Zugang zu Dokumenten und Familienzeugnissen, wie sie i.A. nicht zur Verfügung stehen. Aber nicht nur wegen seiner Authentizität, sondern auch seiner Darstellungsweise ist das Buch nicht nur informativ, sondern sehr berührend. Es nimmt einen mit in die Zeit des Nationalsozialismus und die Zeit davor, die ja auch die Zeit der Grundsteinlegung der modernen Physik ist. Beides ist in den Biografien der Akteure im Buch verwoben, sodass die Geschichte vielschichtig und außerordentlich lesenswert ist.
Der Klappentext des Romans informiert uns, dass sein Autor Schauspieler sei, verbunden mit bedeutenden Bühnen, aktiv im TV. So ist es vielleicht natürlich, dass Steffen Schroeder, mit Max Planck verwandt, für seinen tragischen Roman eine Darstellung in lebhaft, spannend und anschaulich erzählten Szenen wählte. So konnte er zurückhaltend den Schmerz des alten weltberühmten Gelehrten schildern, der hilflos erleben muss, dass sein einziger Sohn (er hat bereits einen Sohn im 1. Weltkrieg verloren), ein profilierter Staatssekretär, hingerichtet wird im Widerstand gegen ein Terrorsystem, das von einem Nobelpreisträger eine Loyalitätserklärung erwartet. Und zurückhaltend auch kann der Autor die Empfindungen der Ehefrau schildern, die auf eine Nachricht aus Plötzensee wartet: Leben oder Tod. Steffen Schroeder konzentriert sich auf die Ereignisse an bestimmten Tagen und bestimmten Orten, und wir erfahren, wie sie alle in einer Topographie des Schreckens zusammenhängen. Zu kritisieren wäre, dass er seine Protagonisten in ihren Dialogen komplizierte zeit- und literaturgeschichtliche Hintergründe erklären lässt - wie wir es auch Bühnen erleben, damit Handlung transportiert wird (für diesen "Fehler" ziehe ich ihm einen von fünf Punkten, die das Buch verdient, ab). Auch kommen die Todgeweihten in den Berliner Gefängnissen recht kaltblütig daher, wenn sie z. B. darüber sprechen, dass die Särge von Geköpften kurzer seien, weil ihnen der Kopf zwischen die Beine gelegt wird. Wo liest man einmal ein Buch, dessen Figuren allesamt große Geister sind, die das Weltbild formten (nicht nur Einstein, dessen Sohn wir in der psychiatrischen Anstalt erleben), gefesselt in einer Welt des Ungeistes. Dass Erwin Planck trotz des Glanzes des Vaternamens als Widerständler so wenig gewürdigt wurde, wird von Steffen Schroeder eindrucksvoll korrigiert. Das ist ein besonders tragscher Aspekt: er hat den falschen Kanzlern (Papen, Schleicher) gedient und ist nicht völlig unbeteiligt am Durchbruch des Nazi-Systems, das ihn vernichtet und den berühmten 86jährigen Vater auf seinen Fluchten einen an sein Handgelenk geketteten blauen Koffer mit den Resten seiner Habe, darunter den Briefen und Fotos seines Sohnes, hüten lassen muss.