★★★★★
k.A.
07.06.2026
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Dieses Hörbuch von Georges Simenon ist einfach fantastisch und taucht einen perfekt in die Atmosphäre der spannenden Fälle ein. Die Geschichte von Kommissar Maigret ist unglaublich fesselnd und man kann es kaum erwarten, die nächste Folge zu hören.
★★★★★
k.A.
07.06.2026
ean-shopping.de
Toll!
Georges Simenon: Maigret zögertMaigret hält anonyme Briefe, in denen ein Mord angekündigt wird. Er macht sich Sorgen und besucht eine reiche Familie eines Advokaten. Mit der Zeit lernt er alle Leute kennen, die in der grossen Wohnung verkehren, Familienmitglieder und Angehörige des Personals.Eines Tages ist es soweit: die junge Sekretärin, die ein Verhältnis mit dem Hausherrn hat, wird mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden. Mit der Zeit wird der Fall klarer: die Briefe hat der 15jährige Sohn geschrieben, der Mord wurde von der Ehefrau verübt. Ein invalider Bewohner in einem Nachbarhaus hat alles beobachtet und ein Dienstmädchen bestätigt den Fall. Die Frau wird verhaftet. Ist sie auch schuldig? Der Paragraph 64 gibt Auskunft über mildernde Umstände, wenn die Tat unter psychischen Zwang begangen wurde. Auf jeden Fall erwartet Maigret ein späteres Geständnis, wenn die Frau zusammenbrechen wird.
★★★★★
Hubertus C. Feldmann
21.06.2024
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Es wird viel geraucht in diesem 68. Band der grundlegend überarbeiteten Ausgabe aus der Maigret-Reihe. Und nicht nur die obligatorische Pfeife. Der hierdurch erzeugte Nebel steht symptomatisch für einen Fall, der außergewöhnlich ist: Es gibt (zunächst) keinen Mord, nur die Möglichkeit eines solchen. Angekündigt durch Briefe, die unserem (Haupt-)Kommissar zugespielt werden und die zu eindrücklich geschrieben wurden, als dass sie einfach ignoriert oder als Scherz abgetan werden könnten. Zudem ist der mögliche Tatort, ein prachtvolles Domizil, geeignet, den Begriff „Mord in bester Gesellschaft“ mit Leben zu füllen, auch wenn dessen Umsetzung tödlich ist.Ein kränkelnder renommierter Advokat, in der Auseinandersetzung nicht nur mit Maigret, sondern auch mit Art. 64 des französischen Strafgesetzbuches („Es findet weder ein Verbrechen noch ein Vergehen statt, wenn sich der Angeklagte zur Zeit der Tat in einem Zustand von Verwirrtheit befand oder wenn er dazu durch eine Macht gezwungen wurde, welcher er nicht Widerstand leisten konnte.“), der die Frage evoziert, wer denn in einem solchen Fall Recht spreche: der Richter oder doch eher ein Psychiater? Hinzu kommt eine dominante Ehefrau, zwei mehr oder weniger erwachsene Kinder sowie zahlreiche Bedienstete. Alles in allem eine Mischung, die geeignet erscheint, dem Krimi die notwendige Würze und Spannung zu geben. Und dabei gleichzeitig abzutauchen in die Abgründe der menschlichen Psyche.Der Fall zeigt zugleich die Auflehnung gegen (zu) starre (lieblose) familiäre Strukturen in emotionaler Kälte, die entsteht, wenn alles vorhanden ist, aber das Wichtigste fehlt: Liebe. So wird ein Leben „lebendig“, dass zwischen enttäuschten Erwartungen und emotionaler Kälte changiert – und ein Verbrechen als Ausweg möglich erscheinen lässt. Lange Zeit besteht allerdings die Hoffnung, dass der Kommissar schneller sein möge als der Mörder …Und so ist ein Krimi entstanden, der, trotz seines Erscheinungsdatums (1968) nicht verstaubt daherkommt, sondern spannend ein zeitloses Thema behandelt.
Über anonyme Briefe erhält Kommissar Maigret die Information, dass demnächst ein Tötungsdelikt geschehen wird. Schnell kann er ermitteln, dass der Briefeschreiber in dem Haushalt des Anwalts Parendon zu suchen ist. Dort trifft er auf eine merkwürdige Clique aus Familienmitgliedern und Hausangestellten und als dann tatsächlich ein Mord geschieht, muss Maigret handeln und den Mörder dingfest machen. Doch dass ist keine leichte Aufgabe, denn jeder könnte der Übeltäter sein.Wie aus den späteren Maigret-Werken (dieses Buch wurde 1968 geschrieben) gewohnt, ist das Buch ziemlich dialoglästig. Im Vordergrund des gesamten Szenarios stehen die zwischenmenschlichen Beziehungen der Haushaltsmitglieder und dass es dabei tiefgreifende Verwerfungen aufzudecken gilt, ist eigentlich selbstverständlich. Das Ganze lässt sich dann auch sehr gut lesen, allerdings ist die abschließende Täterentlarvung dann doch etwas holprig. Die Beweise sind dürftig und von irgendwoher wird ein merkwürdiger Belastungszeuge aus dem Hut gezaubert, der dann wesentlich zur Fallaufklärung beiträgt. Das ist für einen Kriminalroman doch etwas zu schwach und so gibt es auch nicht die Höchstpunktzahl, sondern ganz knappe 4 Sterne.