★★★★★
k.A.
26.05.2026
ean-shopping.de
Dieses Hörbuch ist eine unglaublich eindringliche und bewegende Auseinandersetzung mit den erschütternden Erfahrungen Primo Levis im KZ-Auschwitz und macht einen tiefen und wichtigen Eindruck. Ich empfehle es jedem, der sich mit dieser historischen Tragödie auseinandersetzen möchte.
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k.A.
26.05.2026
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Dieses Hörbuch ist eine unglaublich eindringliche und bewegende Darstellung der erlebten Zeit Primo Levis und bietet ein tiefes und wichtiges Verständnis für die Geschichte des Holocaust. Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.
Der italienische Schriftsteller und Chemiker (1919-1987) überlebte als junger Mann das KZ Auschwitz. Glück, viele Zufälle und ein starker Überlebenswille halfen ihm dabei. Kurz nach der Befreiung schrieb es seine Erinnerungen nüchtern und sachlich nieder: Es ist die Geschichte von Menschen, denen das Menschsein abhandengekommen ist. Das gilt für die NS-Verbrecher auf der Bewacherseite sowieso, aber auch für die Häftlinge.Levi schildert in wenigen Kapiteln die katastrophalen, entwürdigenden und menschenverachtenden Bedingungen im Lager. Sie zwingen jeden einzelnen dazu, gültige humanistische Grundsätze, wie die Würde des Menschen oder den Respekt vor anderen, einfach außer Kraft zu setzen. Es gibt kein Mitleid mit anderen, niemand ist vor Übergriffen der anderen sicher. Mord und Totschlag, Raub, Diebstahl, Tricksereien, Betrug – jedes Mittel ist Recht, um das eigene Überleben zu sichern.Levi schildert die Situation so krass wie sie war und schont sich selbst nicht. Das Dilemma, in dem jeder Häftling steckte: Er musste für sein eigenes Überleben meistens einen anderen opfern. Und doch gab es hier da Solidarität, Uneigennützigkeit und sogar Freundschaften. Levi berichtet auch darüber, denn diesen Menschen hat er sein Überleben zu verdanken.„Mensch ist, wer tötet, Mensch ist, wer Unrecht zufügt oder erleidet. Kein Mensch ist, wer jede Zurückhaltung verloren hat und sein Bett mit einem Leichnam teilt. Und wer darauf gewartet hat, bis sein Nachbar mit Sterben zu Ende ist, damit er ihm ein Viertel Brot abnehmen kann, der ist, wenngleich ohne Schuld, vom Vorbild des denkenden Menschen weiter entfernt als der roheste Pygmäe und der grausamste Sadist.“Das Buch ist kurz und knapp geschrieben, liest sich schnell und hat auch Jahrzehnte nach seiner Niederschrift nichts von seiner Kraft verloren.