★★★★★
k.A.
30.04.2026
ean-shopping.de
Ein absolut fesselndes Buch, das mich vom ersten bis zum letzten Satz packt; die Verschwörung und die Geschichte von Inspektor Takeda sind unglaublich spannend erzählt. Ich kann es jedem empfehlen, der sich für spannende Kriminalgeschichten interessiert.
Sehr! Gutes! Ding! Formidable Fortsetzung von Claudia und Ken im Kampf gegen Gangster, Faschos und Kriminelle in Hamburg. Sie dürfen sogar … ins heiße Bad steigen. Der Ausflug nach Japan wurde höchste Zeit, erhellende Seitenblicke auf die ergrauende Nation und ihre Landflucht. Erneut viel „culture clash“ im produktiven Sinne, Missverständnisse, Esssitten, Erwartungen und Erklärungen. Samurai Ken behält den Überblick, während Emo-Claudia sich in Japan verliebt und am Ende immerhin mit ihrer Knarre glänzen kann.Ist die Geschichte nicht leicht überladen mit Nazis, Samurai, Jugo-Kumpels, Yakuza, Polizeibeamten, Fußballtrainern, Adoptiveltern, coolen buddhistischen Mönchen und heißen Äbtiss_*Innen, Claudias Zicken, Kens Kampfkünsten und zerfetzen Leichen en masse? Darf Ken nie in Ohnmacht fallen, sondern muss mit sieben Schusswunden (sic) seinen Interkontinentalflug antreten? Phantasieren nicht eigentlich die Islamisten die Stadionbombe herbei, nicht die 100jährigen (sic) Kamikaze-Onkels?Ich muss sagen: In der Summe fügen sich die Verstrickungen doch wieder intelligibel zusammen, eine komplexe Weltgesellschaft (mit Japan als Kettenglied) muss genau diese Gemengelage managen und moderieren: Uwe Seelers Fuß auf Tottoris Wanderdüne sozusagen. Dazwischen eine heulende Claudi, ein tröstender Ken, heiße Onsen, blutige Gewalt, gnadenlose Gefechte. Autor Siebold fügt einige klärende Zeilen an: Japan wird weder seine Liebe zum Tod noch seinen Buddhismus aufgeben – und so auch das Tal seiner Alterung durchschreiten. Gambatte nee.Die Takeda-Reihe ist mit ihren Hauptcharakteren jetzt fest etabliert und immer wieder für interkulturelle Einsichten und narrative Wendungen gut. Der plastische, teils lakonische Stil des Autors könnte mit Chandler und Schlink konkurrieren – wenn nicht die Psy-Wellen einer 35jährigen Polizisten immer wieder dazwischenfunken würden. Aber ok, diese Art von Weltoffenheit leisten wir uns. Takeda V bitte mit Ausflug zu Olympia 2020 und nach Nagasaki (wg. Siebold).