Ist Gottes Existenz eine Sache der Vernunfterkenntnis? Diese Idee dürften die meisten für
unverständlich oder gar für blanke Hybris halten. Glaube und Vernunft bilden für den
Zeitgenossen der sich vom Licht der Vernunft erleuchtet wähnt in der Regel einen
unversöhnlichen Gegensatz. Es versteht sich für ihn von selbst dass er sich bei diesem
Widerstreit ganz auf die Seite der Vernunft schlägt. Spätestens seit Kants Kritiken gilt ihm:
Was Gott betrifft könne man sich nicht auf die Vernunft sondern höchstens auf den Glauben
berufen. Serpentinen beginnt als faszinierende allgemeine Einführung in die überraschende
Philosophie und Theologie des Heiligen Thomas und geht dann auf die vier Arten von Ursachen ein
die Aristoteles und Thomas unterscheiden: Stoffursache Formursache Wirkursache und
Zweckursache um sich dann den fünf Wegen zuwenden die Thomas von Aquino zur Beweisführung der
Existenz Gottes entwickelt hat. Der Philosoph Sebastian Ostritsch geht dem Missverständnis des
Gegensatzes von Glaube und Vernunft auf den Grund und liest in Auseinandersetzung mit Kant die
Gottesbeweise des wichtigsten mittelalterlichen Philosophen Thomas von Aquin neu.