★★★★★
k.A.
18.07.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist absolut faszinierend und transportiert mich mitten in die spannende Zeit der 1880er Jahre im amerikanischen Westen. Die Geschichte von Daiyu ist wunderbar geschrieben und sehr bewegend.
★★★★★
k.A.
18.07.2026
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Ein absolut faszinierendes Buch, das mich tief in die Welt der 1880er Jahre im amerikanischen Westen entführt; die Geschichte von Daiyu ist unglaublich lebendig und packend. Ich kann es jedem wärmstens empfehlen!
TW: Gewalt, Misogynie, Entführung, Mord, Rassismus„Die Arbeit im Garten hinterließ Schwielen in meinen Handflächen, aber meine Mutter schmirgelte sie mit einem Stein, bis sie wieder für feine Arbeiten zu gebrauchen waren. Egal wie rau die Hände, sagte sie, deine Gutmütigkeit macht dich weich.“ (S. 20)Daiyu lebt mit ihren Eltern und ihrer Großmutter. Doch eines Tages müssen sie fliehen, weg aus der geliebten Heimat. Als ihre Eltern eines Tages nicht mehr da sind, packt ihre Großmutter sie kurzerhand auf den Karren eines Nachbars, und verschifft sie zu einem eigenen Schutz zurück in die alte Heimat. Niemand will ihr dort aber helfen, oder Arbeit geben. So ist sie gezwungen, auch zu stehlen. Als sie sich in einer brenzligen Situation am Fischmarkt befindet, kommt ihr jemand Fremdes zu Hilfe.Als sie entführt wird ist sie 13 Jahre jung und denkt, dass sie am Fischmarkt gerettet wurde. Mitten am Tag, niemandem fällt es auf. Sie wird lange Zeit gefangen gehalten und findet sich nach Monaten wieder, auf einem fremden Kontinent, zwischen fremden Menschen, jungen Frauen, in einer fremden Stadt: in einem Bordell in San Francisco. Daiyu versucht fortan nur eines, nämlich am Leben zu bleiben. Als sich die Möglichkeit bietet, flieht sie aus dem Bordell und landet schließlich in Idaho. Sie möchte nur eines, wieder zurück in ihre Heimat und beginnt zu arbeiten und zu sparen. Doch dann werden sie und ihre Freunde von einer Welle von Gewalt getroffen. Anti-Chinesischer-Rassismus hält offen Einzug in Amerika und es kommt zu Ausschreitungen, Morden und vielen anderen grausamen Dingen. Der Chinese Exclusion Act kam zu tragen (mit der Einwanderung durch Menschen aus China, verbanden die Amerikaner das Wegnehmen von Arbeitsplätzen und das Lohndumping). Es scheint, dass sie niemandem mehr vertrauen kann und dass die Heimreise in weite Ferne rutscht …„Auf der Liste von Dingen, die ich verloren habe, füge ich mich selbst hinzu.“ (S. 341)Grauenhaft, brutal, perfide, grausam, … was Menschen anderen Menschen antun!! Dennoch schafft es Jenny Tinghui Zhang mit ihrem Debüt eine mitreißende Erzählung auf Papier zu bringen. Gepaart mit historischen Begebenheiten, über die ich in der Schule niemals was gehört hatte. Lehrreich und soghaft verwebt Zhang die Einzelteile zu einer Geschichte, die am Ende noch trauriger macht. Ein Teil amerikanischer Geschichte, der genau so verwerflich ist, wie viele Gräueltaten, die auf diesem Erdboden begangen wurden. In all diesem Grauen zeichnet die Autorin eine Protagonistin, die trotz allem was ihr angetan wird, niemals die Hoffnung verliert oder den Glauben an das Gute in Menschen.Das Buch hat mich tief berührt und mich an vielen Stellen atemlos lesen lassen.Fette Leseempfehlung und definitiv ein Highlight!
Ich habe dieses Buch sehr gemocht und ich bin froh, dass die Geschichte meine Aufmerksamkeit die ganze Zeit gehalten hat und es sich nie in die Länge zog. Ich wusste nichts über den Chinese Exclusion Act und die antichinesische Gewalt in den USA Ende des 19. Jahrhunderts und die Autorin hat es ausgezeichnet hinbekommen, über die Hauptfigur und andere Nebenfiguren sowohl in China als auch in den USA aufzuklären. Besonders gut haben mir die Hinweise und Informationen zur Kalligrafie gefallen und wie die Autorin die Elemente der Kalligrafie mit den Figuren des Romans verwoben hat. Ich empfehle dieses Buch allen, die mehr über diese Zeit erfahren möchten und generell Fans historischer Romane.