★★★★★
k.A.
13.06.2026
ean-shopping.de
Dieses Antiquariat ist ein wahrer Traum und eine fantastische Reise durch die französischen Geschichten; es ist perfekt für jede fantastische Lesestunde.
Die Geschichte startet mit einem unglaublich spannenden Prolog – bildhaft, mitreißend und ein wenig mystisch. Ich muss wirklich sagen, dass es eines der besten Buchanfänge ist, die ich bisher im Fantasy-Bereich gelesen habe.Das erste Kapitel beginnt aus Sicht der 16-jährigen Clara Bernstein. Sie war mir natürlich auf Anhieb sympathisch, denn Achtung: auch sie liebt Bücher. :-D Anders als viele andere Mädchen in ihrem Alter, die am liebsten am Strand Cocktails schlürfen, knackbraun werden und mit Jungs flirten, möchte sie ihre Sommerferien viel lieber in einem Antiquariat verbringen. Und so kommt es, dass die Sechzehnjährige ein fünfwöchiges Praktikum in einem alten Antiquariat in Lyon bei Yvette Lombard antritt und, so hofft sie, in das Handwerk einer Buchbinderin eingeweiht wird.Neben all der Vorfreude kommen da allerdings auch jede Menge schmerzhafter Erinnerungen in ihr hoch, denen sie sich erst einmal stellen muss. Fünf Jahre ist es her, als ihr geliebter Großvater, Papy Philippe, verstarb und sich für Clara einfach alles an diesem Ort verändert hatte. Ihr fehlen seine spannenden Märchen, seine liebevollen Begrüßungen und seine leckeren Papy-Philippe-Croissants.So beginnt auch der erste Tag ihres Praktikums unter Aufsicht des grummeligen Monsieur Mathis alles andere als gedacht. Er lässt sie putzen und Bücher im Wühltisch alphabetisch sortieren. Zum Glück ist Clara nicht alleine, denn schon bald lernt sie den geheimnisvollen Neffen von Yvette Lombard kennen, der ebenfalls seine Sommerferien im Antiquariat seiner Tante verbringt. Auch wenn Théodore zunächst etwas wortkarg wirkt, so hofft sie dennoch auf eine schöne Zeit in Frankreich.Doch als Clara in der Werkstatt ihres Großvaters ein mysteriöses, grünes Buch findet, das offensichtlich mit ihr kommuniziert, läuft alles völlig aus dem Ruder. Nicht nur, dass Yvette und Mathis sich auf einmal ganz merkwürdig verhalten, nun wird sie auch noch von dunklen Gestalten verfolgt, die das Buch unbedingt zurückhaben möchten.Die magischen Rätsel zwischen den Seiten werfen viele Fragen auf. Und schon bald sitzen Clara und Théo auf einem geklauten Roller und rasen damit quer durch Frankreich, um endlich an die Antworten zu kommen, die den Beiden offensichtlich von ihren Familien vorenthalten wurden.Das wunderschöne Cover passt einfach perfekt zur Geschichte, ich könnte mir hier kein anderes Motiv vorstellen.„Das Antiquariat der verlorenen Dinge“ ist ein spannendes und fantasievolles Jugendbuch, ab 12 Jahren, das mich ab der ersten Seite verzaubert hat. Claras Erzählstimme ist spritzig, humorvoll und verträumt, was die 16-Jährige zum einen sehr authentisch macht und zum anderen dem Abenteuer eine angenehme Leichtigkeit verleiht. Besonders fasziniert haben mich die poetisch angehauchten Texte einzelner Protagonisten, die als eine Art Brief oder Botschaft zwischen den einzelnen Kapiteln zu finden sind. Ich musste sie tatsächlich ein paar Mal lesen, weil sie so schön sind. Auch die Beschreibungen der einzelnen Ortschaften machen wahnsinnig Lust auf eine Frankreichreise, selbst durch die alten Gassen zu spazieren, den Geräuschen zu lauschen und in einem der vielen Cafés französische Köstlichkeiten zu essen.Ein wirklich tolles Buch, das definitiv nicht nur für junge Leserinnen und Leser zu empfehlen ist!
★★★★★
Aleshanee @ Weltenwanderer
24.04.2024
amazon.de
Eine wunderschöne Geschichte, wenn man einfach unterhalten werden möchte, gerne etwas magisches mit dabei hat und eine nette Liebesgeschichte nicht scheut :)Die 16jährige Clara kehrt nach dem Tod ihres Großvaters vor 5 Jahren zum ersten Mal nach Lyon in Frankreich zurück, wo sie früher immer ihre Sommerferien verbracht hat. Yvette Lombard, die mittlerweile das Antiquariat führt, nimmt sie gerne für ein Praktikum zu sich und so freut sich Clara auf aufregende Sommerferien zwischen alten Büchern und neuen Kenntnissen zum Buchbinde-Handwerk.Allerdings bemerkt sie schon in den ersten Tagen seltsame Ereignisse, die sie irritieren und die durch Yvette als Unsinn abgetan werden. Wäre da nicht der wortkarge Neffe Théodore, der in diesem Sommer ebenfalls im Antiquariat arbeiten soll. Dieser ist nämlich dem Geheimnis seiner Familie auf der Spur, und kann mit Claras Beobachtungen seinen Verdacht bestätigen.Plötzlich steckt das Mädchen dann auch mittendrin in magischen Abenteuern, die sie quer durch Frankreich führen!Eine Geschichte zum wohlfühlen, der man einfach gerne folgt! Der Schreibstil ist wunderschön zu lesen und lässt den französischen Flair sehr lebendig entstehen! In Frankreich bin ich in Geschichten ja selten unterwegs, umso mehr hat es mich gefreut, hier den Charme von Lyon und anderen Orten kennen zu lernen.Auch die Charaktere mochte ich, auch wenn sie schon sehr klischeehaft dargestellt wurden. Gerade Clara, ein Bücherwurm, schüchtern, nicht aufs Aussehen bedacht und ein "braves Mädchen", wirkte auf mich manchmal schon recht naiv. Gerade im weiteren Verlauf der Handlung, wenn in manchen Situationen etwas sonnenklar war, wurde gezögert und hinterfragt...Ansonsten gab es aber auch einige Überraschungen und einige interessante Ideen zur "Buchmagie", die für mich ganz neu und originell waren! Allerdings hätte ich mir da noch etwas mehr Hintergründe gewünscht, denn das bleibt alles recht oberflächlich.Die Liebesgeschichte nimmt erst später mehr Raum ein und war für mich zwar etwas kitschig, hat aber sehr schön in den Rahmen gepasst und man muss ja auch sehen, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt :) Ich fand es ganz süß und auch nicht zu erdrückend, sondern immer gut an die Handlung angepasst.Keine großen Anforderungen - aber ein tolles Wohlfühlbuch, wenn man einfach mal abschalten möchte.