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k.A.
12.07.2026
ean-shopping.de
Ein schönes Buch, das die Natur Hamburgs wunderbar einfängt, allerdings sind einige der Beschreibungen etwas vage.
Autorin Tanja Breukelchen kannte ich bereits vom letztjährigen Hamburg-Buch "Zu Fuß durch die Hansestadt Hamburg", mit dem sie mir auf zwölf wunderbar unterschiedlichen Spaziergängen das Gefühl gab, als Hamburger Urlaub in der eigenen Stadt zu verbringen. Nun liegt in Zusammenarbeit mit Fotograf Moritz Marzi "Grüne Glücksorte in Hamburg" vor, in dem die beiden - wie der Name es vermuten lässt - 80 Hamburger Orte präsentieren, an denen sich die Hansestadt an der frischen Luft besonders gut genießen lässt.Jeder der Orte wird dabei auf zwei Seiten vorgestellt, bestehend aus jeweils einer Seite Text und Foto. Bei den Texten setzt Breukelchen auf eine gelungene Mischung aus Sachinformationen und persönlichem Bezug zum jeweiligen Ort. Oft gibt es eine kleine kulinarische oder kulturelle Empfehlung dazu. Besonders lobenswert ist, dass sie zu fast jedem "Glücksort" auch die jeweilige Bus- oder Bahnhaltestelle dazuliefert. Das erspart Interessierten die Suche, und in Hamburg kann man sich ja ohnehin wunderbar ohne eigenen PKW fortbewegen. Gefreut hat mich, dass mein Heimat-Stadtteil Bramfeld es mit dem Gut Karlshöhe und dem Erlebnispfad "Alraune" gleich zweimal in dieses Buch geschafft hat. Das habe ich in ähnlichen Büchern so noch nicht erlebt.Die meisten Fotos von Moritz Marzi habe ich als ansprechend empfunden. Schaut man sich beispielsweise die Fischbeker Heide oder das Wittmoor an, braucht man den Text fast gar nicht mehr zu lesen, um spontane Lust darauf zu bekommen, den Ort zu besuchen. Die kleine Poppenbütteler Burg Henneberg könnte so auch aus einem Märchenbuch stammen. Einige Fotos erhalten außerdem eine sympathische persönliche Note, da sich Tanja Breukelchen auf ihnen offensichtlich gemeinsam mit ihrer Tochter zeigt und man dadurch gleich das Gefühl erhält, dass die Autorin alle Orte wirklich selbst "ausprobiert" hat.Einen kleinen Abzug gibt es dafür, dass einige der Orte fast deckungsgleich so auch schon im oben genannten "Zu Fuß"-Buch enthalten waren und selbst die Texte den damaligen sehr ähneln. Für Leser*innen, die das andere Buch nicht kennen, ist dies selbstverständlich kein Nachteil und bei der Fülle an "Glücksorten" macht dies auch nur einen kleinen Teil aus. Zudem waren mir andere Orte auch schon aus ähnlichen Büchern bekannt, wodurch der Überraschungseffekt ein wenig verpuffte.Für mich war die hinten angefügte "Glückskarte" problematisch. Da ich an einer Rot-Grün-Schwäche leide, konnte ich einige der roten Ziffern auf grünem Grund kaum erkennen. So verpufft der Zweck der Karte etwas, der ja eigentlich einen schnellen Überblick darüber liefern soll, wo man welchen Ort findet. Die große Mehrheit der Leser*innen wird damit natürlich kein Problem haben.Insgesamt war "Grüne Glücksorte in Hamburg" für mich aber ein lesenswertes Buch, das mir einmal mehr aufzeigte, wie viele schöne Ecken ich in Hamburg noch nicht kenne, obwohl ich mittlerweile seit mehr als 44 Jahren hier lebe. Zugleich lieferte es mir zahlreiche Inspirationen für kommende Wanderungen. Ein Besuch der Fischbeker Heide muss im August oder September einfach mal drin sein. Und auch die Schafe im Spadenland möchte ich so schnell wie möglich kennenlernen.