zwei freigeister begegnen sich in münchen zu anfang des letzten jahrhunderts, beide um die zwanzig: der spätere berühmte kunstkritiker und kunsthistoriker wilhem hausenstein und der maler und musiker paul klee. sie sind füreinander geschaffen, begleiten sich auf ihren ungewöhnlichen wegen. nach dem krieg schreibt hausenstein sein werk über seinen freund klee, dessen besondere genie er früh erkennt. was macht ihn so besonders?man kennt klees ausspruch: ich und die farbe sind eins, ich bin maler - doch wie es dazu gekommen ist, beschriebt hausenstein sehr konkret, doch gleichzeitig als philosoph und denker, vermittelnd zwischen östlicher spiritualität, also stille und leerheit aller formen und westlichem materialismus. es gelingt ihm, auf geniale und einzigartige weise, orient und okzident zu verbinden.die zeit um den 1. weltkrieg hinterläßt spuren, auch in der seele paul klees, der in dieser zeit durch die begegnung mit tunis, speziell eben in kairuan, den blick "dahinter" wirft: "touched by the beyond..." als westlicher europäer wird er eine verbindung schaffen zwischen orient und okkzident, zwischen geist und form, konkreter umgebung- er wird das unsichtbare sichtbar machen durch seine ganz eigene art des malens.viele der gemälde paul klees sind in diesem werk enthalten, so versinnbildlicht sich der weg eines künstlers, der in dieser zeit sich selbst gefunden hat- nicht nur zur farbe. klee wurde klee!ein einzigartiges zeugnis aus einer zeit, die niederlage und größe hervorgebracht hat. allerdings in englisch, eine gute sprachkenntnis ist unweigerlich nötig, um die tiefe in diesen worten auch ausloten zu können.ich habe lange gebraucht, um dieses geistige futter auch angemessen zu verdauen - es lohnt sich!