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Ulrike Scheuermann
07.04.2024
amazon.de
Wissenschaftliches Schreiben fällt oft nicht ganz leicht und dabei gerade die Brücke zur Kreativität zu schlagen, scheint manchmal unmöglich. Hier gibt es Abhilfe! Mit verschiedenen Übungen und Methoden zeigt Brigitte Pyerin, wie kreatives Schreiben gelingen kann. Die Autorin erklärt, was beim Schreiben so vor sich geht und wie kleine Arbeitsschritte und Änderungen dabei helfen, seine Gedanken zielsicher auf dem Papier festzuhalten.Natürlich hat jede und jeder ihren und seinen eigenen Stil, und natürlich hat jede und jeder beim wissenschaftlichen Schreiben ganz individuelle Probleme zu bewältigen. Deshalb darf man auch kein Allheilmittel erwarten. Doch wie in vielen anderen Bereichen heißt es auch hier: Üben, üben, üben! Und mit diesem Buch lässt sich gut üben, dann klappt es auch mit dem wissenschaftlichen Schreiben.Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die in ihrem Schreibprozess ein bisschen neue und kreative Stimulation gebrauchen können.
Bei Amazon bestelle ich schon seit Jahren Bücher und andere Produkte.Einige davon waren nicht zufriedenstellend.Über wenige musste ich mich tatsächlich ärgern.Eine Rezension habe ich noch über keines geschrieben,Das vorliegende Buch ist derartig (und mit Anlauf) schlecht, dass ich mich gezwungen sehe meine Mitmenschen davor zu warnen! Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie jemand dieses Machwerk auch nur passabel bewerten konnte. Es muss sich um finstere Zeitgenossen handeln die Ihre Mitmenschen so ins offene Messer laufen lassen!Dabei klang der Titel verlockend! Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben sollte es sein. Da ich mich für ein einen kreativen Menschen halte und mehr als abgedroschene Formeln über den Aufbau von Texten (Anfang - Hauptteil - Schluss) suchte, freute ich mich auf das Buch von Frau Pyerin.Meiner Enttäuschung angemessenen Ausdruck zu verleihen, würde mir wohl auch mit einem guten Buch zu meiner Unterstützung mehr als schwer fallen.Die ersten 3 Kapitel erläutern was in unserer Seele und unserem Geist beim Schreiben vorgeht. Dabei erfährt man nichts (aber auch Garnichts), was interessant oder beim Schreiben hilfreich wäre. Vielmehr quält man sich durch Albernheiten wie:"Schreiben bezieht sich1. Auf den Gegenstand über den geschrieben wird. (Ein solides und flexibel handhabbares Wissen darüber ist notwendige Grundlage des Schreibprozesses"Na, wer hätte das gedacht. Man muss Ahnung von dem Thema haben, über das man schreiben möchte. Ob es unsolide und nicht-notwendige Grundlagen gibt sei dahin gestellt. Die Ausschweifende Sprache führt jedenfalls dazu, dass Frau Pyerin 45 von 146 Seiten mit Allgemeinplätzen füllen kann. Diese werden durch gestelzte Sprache und eine Vielzahl an wissenschaftlichen Fachbegriffen nicht lehrreicher, aber hässlicher. Die tiefe Einsicht dieser drei Kapitel ist:Beim Schreiben spielen Emotionen eine wichtige Rolle. Man soll diese Emotionen zulassen und wahrnehmen, nicht unterdrücken.Die nächsten 2 Kapitel sind voll mit Schmierereien und Laienlyrik aus den Hefträndern gelangweilter Erstsemestern. Diese zeigen zahllose Beispiele von "Mindmaps" und "Free-Writing". Die Anleitungen zu diesen Spielchen sind, wie das gesamte Machwerk: Kurz, überflüssig und peinlich.Wer lernen möchte seiner Kreativität freien Lauf zu lassen, dem sei "Impro: Improvisation and the Theatre" von Keith Johnstone ans Herz gelegt. Das vorliegende Werk meide er wie die Pest!Es ist erstaunlich, wie Frau Pyerin es schafft, über Schreibtechniken zu schreiben, ohne sie zu erklären. Da verschwendet sie die spärlichen Seiten des Buches (Also, jene die nicht schon mit amateurhaften Gedichten voll sind) auf Begriffserklärungen und Zitate. Letztere sind so gewählt, dass sie wenig Appetit auf die Bücher machen denen sie entstammen.Den Rest des Buches ist zugestopft mit den banalsten und abgedroschensten "Tipps und Tricks" die man sich denken kann! Damit nicht genug! Sie wiederholen sich auch noch ständig. Das man versuchen kann im Cafe oder auf der Wiese zu schreiben fand ich beim ersten Mal schon banal. Die nächsten zwei Wiederholungen haben es nicht besser gemacht.Schauen wir mal was sich noch so in der Mottenkiste der Tipps und Tricks rumtreibt:"- Machen sie eine Pause und versuchen sie es später nochmal."Ja Donnerwetter! Aber da fehlt mir die ekelhaft gestelzte Ausdrucksweiße, an die mich in diesem Buch so gewöhnt habe. Schauen wir mal weiter:"Widersprüche eliminieren: Von wissenschaftlichen Texten wird idealiter Widerspruchsfreiheit erwartet. In den getroffenen Aussagen sollen nicht gegenteilige Meinungen oder Kontradiktionen enthalten sein."Wunderbar. Herrlich. Kein Einzelfall.Gibt es das Wort "idealiter" überhaupt? Mir ist es ebenso unbekannt wie dem Langenscheid Fremdwörterbuch ([...]Dem Buch gelingt es zur Antithese seines eigenen Titels zu werden. Es ist weder wissenschaftlich noch kreativ! Es ist teilweise im Stil einer schlechten PowerPoint-Präsentation gehalten, voll mit Spiegelstrichen und Zitaten doch bar jeden Inhaltes!Wer soll diesen Schund lesen? Die ungewollte Komik ist zu selten und das Ding ist zu langweilig um unterhaltend zu sein. Die Spiegelstriche und abartigen Formulierungen lassen jeden Poeten erschauern! Nach Frau Pyerins Erläuterungen (die ich dem Leser hier erspare) dazu, was denn Wissenschaft sei, werden der Philosoph und der Naturwissenschaftler verzagen!Meine Kindergärtnerin hätte sich geschämt so phantasielose Assoziationsspiele wie Frau Pyerin vorzuschlagen.Bei der Lektüre wird klar: Diese Frau hat noch nie eine Formel niedergeschrieben und noch nie einen tiefen Gedanken gefasst. Die fehlende Kreativität und die hässliche Aufmachung des Buches sind unverzeihlich. Dass so jemand den Titel "Dr. phil." erhaschen kann, sagt nichts Gutes über den Zustand des Abendlandes.Pfui, Frau Pyerin, Pfui!