★★★★★
k.A.
23.06.2026
ean-shopping.de
Diese Sammlung der Gesammelten Werke Audio-CDs von Karl May, insbesondere die Geschichte von Ehri und Kiang-lu, ist ein fantastisches Hörbucherlebnis, das mich mitten in die spannenden Abenteuer der Südsee entführt. Die Qualität der Aufnahme und die Erzählung von Heiko Grauel sind hervorragend und sehr fesselnd.
★★★★★
k.A.
23.06.2026
ean-shopping.de
Gut!
Eine sehr gute CD, sehr gut vorgelesen.
Wenn man als Jugendlicher die Reiseerzählungen von Karl May verschlungen hat, dann will man sich auch einmal seinen weniger bekannten Werken widmen.Am Stillen Ozean ist so ein Werk. Es enthält 5 Reiseerzählungen. Die Erzählungen „Der Ehri“, „Der Kiang-lu“ und „Der Brodnik“ (1880) wurden unter Im Zeichen des Drachen zusammengefasst, die Erzählungen „Der Girl-Robber“ und „An der Tigerbrücke“ unter dem Titel Die Piraten des indischen Meeres.Die ersten beiden Erzählungen spielen in der Südsee und in China. Als Reisebegleiter steht Charly hier der Kapitän Frick Turnerstick zur Seite. Mit seinem dauernden „Pseudo-Chinesisch – Guteng Taging, könnung mir wechsangeln einang Dollering?“ auf annähernd 200 Seiten empfinde ich die Figur in dieser Geschichte eher als störend denn humorvoll. Von der Story her ein typischer Karl May. Der „Ich-Erzähler“ kann natürlich die Sprache der Einheimischen und ist mit dem Wissen und Gebräuchen der Einheimischen vollkommen vertraut. Nach gewissen Abenteuern retten sie zudem noch eine Holländerin aus den Fängen von Gaunern.Die dritte Erzählung „Der Brodnik“ spielt in Westfalen, Dresden und Sibirien. Warum diese Kurzerzählung unter „Im Zeichen des Drachen“ mit dem China Abenteuer zusammengefasst wurde, ist mir ein Rätsel, da sie mit dem ersten beiden Geschichten nicht das Geringste zu tun hat. Sie ist auch mit ca. 60 Seiten relativ kurz, aber ganz nett.Die besten Teile des Buches sind für mich die Erzählungen vier und fünf. Sie spielen in Ceylon (dem heutigen Sri Lanka) und im Indischen Ozean. Hier steht Charly der Engländer „Sir John Raffley“ zur Seite sowie der Südafrikaner „Quimbo“. Diese beiden Erzählungen gehen ineinander über und am Ende löst sich an der Tigerbrücke alles in wohlgefallen auf.Insgesamt ist der Band 11 – Am stillen Ozean eines der schlechteren Werke von Karl May. Für Karl May Fans und Sammler ist es ein Muss. Aller anderen dürfen es getrost links liegen lassen. Mit viel wohlwollen und wegen des abschließenden Ceylon Abenteuers noch 3 Sterne.
Die beiden Teilerzählungen des Bandes spielen auf Inseln von Malaysia, auf Ceylon und im Süden Chinas. Die Texte packten mich nicht wirklich, den Schluss der zweiten Erzählung las ich nur noch quer oder überblätterte gleich manches. Interessant dagegen wurde es für mich - im Gegensatz zu meiner Jugendzeit - wenn sich KM in den der Handlung vorgeschalteten Passagen der Geographie, Natur und Völkern des jeweiligen Landstrichs widmete. Interessant, weil sich diese Textstellen, vor zirka 150 Jahren verfasst, mit heutiger Situation vergleichen lassen und Veränderungen (oft zum Schlechteren) deutlich werden.Die Abenteuer unseres Helden wirkten auf mich sehr ausgedacht, streckenweise wie leblos, zur Lese-Langeweile kam ein wachsender Ärger über den Autor hinzu. Sein Alter Ego, omnipräsenter Held in diesen Texten, kann nämlich einfach alles, beherrscht selbstredend alle wichtigen Sprachen dieser Region, kennt sich aus mit Navigation bei der Schifffahrt wie mit der Domestizierung des Indischen Elefanten, aufmüpfige Chinesen erledigt er gerne gleich im Dutzend (`Old Shatterhand` mit seinem Schläfen-Faust-Hieb) and so on. Über alle dort ansässigen Völker hat er `nette`(Vor)Urteile, akzeptieren kann er sichtlich nur wenige Andere. Wir sind in der Zeit der maximalen Ausdehnung des British Empire, Vertreter dieser Imperialmacht lässt er gerne herrenmenschmäßig auftreten, wie sich das ein sächsischer Schriftsteller wohl damals so vorstellte, der bei Niederschrift dieser Erzählungen sein Heimatland vermutlich noch nie verlassen und damit andere Länder und Völker selbst bereist hatte.Ach, hätte KM doch wenigstens einen Funken Selbstironie entwickelt, dann hätte er sich vermutlich nicht ständig über Andere mit ziemlich bemühten Witzchen auslassen müssen.Hätte, hätte..