★★★★★
k.A.
15.08.2026
ean-shopping.de
Ein sehr interessantes und atmosphärisches Buch, das die Geschichte der Sklavenjäger lebendig darstellt. Allerdings empfand ich die Darstellung einiger Szenen als etwas zu düster.
Auf 477 Seiten ist es Alexander Röder nicht gelungen, mich in eine spannende Geschichte hereinzuziehen. Die Begegnungen mit magischen Momenten waren allesamt nicht gerade fesselnd, ja fast schon vorhersehbar. Und auch das Finale um die Befreiung der entführten Hanneh und Djamila war enttäuschend. Die Geschichte ist nicht fesselnd, ich bin immer wieder rausgerutscht, habe die Story nicht "abspeichern" können.. Z.B. das Wiederfinden von Djamila. Sie wird in einer Hütte gefunden. Die Helden müssen sie nur an die Hand nehmen - mehr nicht. Da wäre mehr Spannung wünschenswert gewesen.Aber es gibt auch Lob:Alexander Röder hat das von mir mehrfach kritisierte Wikipedia-Wissen deutlich zurück gefahren. Das wenige, das er jetzt noch anbringt, fügt sich gut in die Geschichte ein. Diese Mischung ist jetzt genau richtig. Und er schafft eine absolute Weltpremiere im Karl May-Kosmos. Denn zum ersten Mal ist von einem Toilettengang die Rede ("...mich in einem benachbarten Waschraum schnell erleichtert...). Respekt!Ungewöhnlich: Das Inhaltsverzeichnis ist hinten angebracht.Der nur wenige Seiten lange Epilog, in dem nur eine Begegnung von Kara Ben Nemsi mit einem namenlosen Sultan geschildert wird, der vorher in der Geschichte vorkommt, wirkt fast spannender als die Geschichte vorher.Das äußere Erscheinungsbild ist identisch mit den anderen Büchern in der Reihe "Karl Mays Magischer Orient". Irgendwie liebevoll! Sehr schön auch die großen Buchstaben, so dass es sich leicht lesen lässt. Also auch für ältere Leser zu gebrauchen.Der Text schließt am vorherigen Buch an. Wer dieses nicht gelesen hat, wird mit einem Prolog in die Geschichte und den aktuellen Stand eingeführt.Das Titelbild zeigt, wie Hadschi Halef Omar an einem magischen Stein auf dem Landsitz von Haschim sieht, wie das Dorf der Haddedihn überfallen wird. Dies stimmt aber nicht. Denn Halef sieht nur, dass das Dorf überfallen wurde. Die Darstellung auf der Rückseite des Buches ist die richtige.